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Durch die Amperschlucht ~ von Grafrath nach Fürstenfeldbruck

Durch die Amperschlucht

von Grafrath nach Fürstenfeldbruck

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Der Name Amperschlucht mag zwar eindrucksvoll klingen, einen tief eingeschnittenen Canyon dürfen wir hier aber nicht erwarten. Vielmehr hat sich die Amper hier in die Endmoräne der Würmeiszeit eingegraben. Das bayerische Landesamt für Umwelt spricht bei diesem Naturdenkmal vom "spätwürmglazialen Ablauf des Ammersees". Die weiteren Highlights dieser Wanderung sind die Sunderburg, die Zellhofeichen, das Naturschutzgebiet Amperauen und das ehemalige Zisterzienserkloster Fürstenfeld.

Pfarrkirche Mariä Himmelfahrt in Höfen

Pfarrkirche Mariä Himmelfahrt in Höfen

Diese Wanderung ist keine Rundtour. Für An- und Rückfahrt benutzen wir die Münchner S-Bahn. Wer mit dem eigenen Auto kommen möchte, der parkt entweder am Startbahnhof in Grafrath oder am Zielbahnhof in Fürstenfeldbruck und nimmt für die drei Stationen dazwischen ebenfalls die S-Bahn.

Unsere Tour führt von Grafrath die Amper hinunter in die Amperschlucht, vorbei am Burghügel der keltischen Sunderburg nach Schöngeising und dann weiter durch die Amperauen, vorbei am Zellhof nach Fürstenfeldbruck.

Los gehts! Am S-Bahnhof Grafrath suchen wir zuerst die Fußgängerunterführung unter den Bahngleisen und wechseln so auf die Südseite Richtung Ortsmitte. In Verlängerung der Unterführung laufen wir dann geradeaus auf dem Bahnhofsweg weiter durch ein kleines Waldgebiet. Nach 300m treffen wir (bei GPS-Wegpunkt A106) auf die Bahnhofstraße, der wir weitere 300m nach links folgen. In Höhe des Anwesens Bahnhofstraße 42 wechseln auf die andere Straßenseite und biegen in einen schmalen Fußweg ein, der Richtung Ortsmitte und Rassokirche ausgeschildert ist.

Auf diesem schmalen Pfad geht es leicht abwärts, über eine Querstraße geradeaus drüber und schließlich durch eine Unterführung unter der Bundesstraße B471 durch. Der Weg endet an der Hauptstraße (bei WP A112) im Ortsteil Höfen. Hier überqueren wir die Straße und nehmen den schmalen Wiesenpfad halbrechts und nicht den breiten Weg, der zum Friedhof führt. Links oberhalb befindet sich die Pfarrkirche Mariä Himmelfahrt und am Waldrand vor uns treffen wir auf den St. Ulrichsweg, der an der Amper entlang führt, und biegen links auf diesen ein.

Schon 200m weiter erreichen wir den Ampersteg und können auf die andere Flussseite wechseln. Dort treffen wir (bei WP A116) auf die Amperstraße, der wir links fast einen Kilometer folgen - immer neben der Amper her. Die Amperstraße wird zur Badstraße und endet an der Mauerner Straße. Hier (bei WP A124) geht es rechts und ca. 70m weiter sofort wieder links in die Straße "Zur Amperschlucht". Und dorthin führt sie uns auch. Zuerst müssen wir nur darauf achten, an der Einfahrt zur Kläranlage (A128) rechts auf den kleinen Waldweg einzubiegen.

St. Johannes Baptist (Schöngeising) spiegelt sich in der Amper

St. Johannes Baptist (Schöngeising) spiegelt sich in der Amper

Damit lassen wir die Ortschaft hinter uns und befinden uns bereits im Bereich der Amperschlucht. Es geht weiter flussabwärts, wobei wir uns ein Stück von der Amper entfernen werden, um auf die Höhe der Sunderburg aufzusteigen. Kurz hinter dem Ende des Kläranlagengeländes teilt sich der Waldpfad. Möglich sind beide Varianten, die linke quert eine kleine Taleinkerbung in direkter Linie, die rechte Variante umgeht die Senke und ist einfacher zu gehen.

Kurz drauf queren wir eine Lichtung im Wald und müssen an der folgenden Wegkreuzung (bei WP A138) links abbiegen. Jetzt zweimal rechts, dann links und nochmal halb links, dann erreichen wir die Anhöhe des Schlossbergs mit der keltischen Sunderburg, von der allerdings außer einem Stück Erdwall nichts mehr zu sehen ist. Eine Infotafel klärt jedoch über den geschichtlichen Hintergrund auf.

Es geht geradeaus weiter, nach ca. 400m verlassen wir den Wald und haben bereits Schöngeising in der Ferne vor uns. Eine Amperschleife kürzen wir ab, indem wir bei der ersten großen Feldwegkreuzung mit Wegkreuz (WP A154) rechts abbiegen und in Richtung des Fernmeldeturms auf die ersten Häuser zulaufen.

Im Ort biegen wir (bei A158) links auf die Holzhausener Straße ein und sind nach wenigen Schritten wieder an der Amper. Bereits vor der Brücke (A159) geht es rechts auf einen kleinen Damm und die folgenden 1000 Meter bleiben wir auf einem schmalen Pfad direkt am Ufer der Amper. Kurz vor dem Zellhof biegt die Amper links weg, wir halten uns aber geradeaus auf die beiden dreihundert Jahre alten Eichen am Zellhof zu. Hier (A168) geht es links auf die Zellhofstraße und dann am Zellhof und der Kapelle St. Vitus vorbei.

Danach geht es geradeaus auf die Waldkante zu, am Waldrand vorbei und durch die Amperauen in Richtung Fürstenfeldbruck. Die erste Straße erreichen wir fast 4km nach dem Zellhof. Hier (bei Wegpunkt A189) laufen wir links unter der Bahnunterführung durch, bleiben für 200m auf der Klosterstraße und biegen dann (A192) rechts in den Gebäudekomplex des ehemaligen Zisterzienserklosters Fürstenfeld ein. Durch den Torbogen gelangen wir direkt zur Klosterkirche St. Maria Himmelfahrt und später, nach einer Besichtigung, führt rechts neben der Kirche ein weiterer Tordurchgang wieder hinaus.

Spätbarocke ehemalige Klosterkirche Fürstenfeld

Spätbarocke ehemalige Klosterkirche Fürstenfeld

Wir bleiben auf diesem Weg, er bringt uns nach einigen hundert Metern zur Oskar-von-Miller-Straße. Wir biegen rechts auf den Fußgängerweg neben der Straße ab, nach weiteren 400m (bei A200) nochmal rechts auf die Bahnhofstraße und nach wenigen Aufwärtsmetern haben wir den S-Bahnhof Fürstenfeldbruck erreicht.

Die Routenlänge dieser Tour beträgt 12,8km, in der Realität dürfte es ein halber Kilometer mehr werden. Dabei sind ca. 70 Höhenmeter im Auf- und 100 Höhenmeter im Abstieg zu bewältigen. Die Gehzeit beträgt ca. 3 Stunden. Die Tour ist recht einfach und für Kinder gut geeignet, Kontakt mit dem Straßenverkehr gibt es jedoch an einigen Stellen. Kinderwägen können nicht mitgenommen werden. Für Fahrradfahrer ist diese Tour ebenfalls geeignet, im Bereich des Naturschutzgebiets Amperauen gibt es jedoch Einschränkungen für Radfahrer. Ausschilderungen sind durchaus vorhanden, allerdings bei weitem nicht an allen Stellen. Einkehrmöglichkeiten gibt es einige an der Strecke und im Ziel im Fürstenfelder Klosterbereich.

Variationen

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Stand: September 2012