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Bodenschneid ~ Aufstieg vom Spitzingsattel über die Firstalmen

Bodenschneid

Aufstieg vom Spitzingsattel über die Firstalmen

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Die Bodenschneid liegt oberhalb der Firstalmen zwischen Spitzing- und Tegernsee, oder anders betrachtet, zwischen Brecherspitz und Wallberg. Wir starten am Spitzingsattel, wandern am Hinweg über die Obere und zurück über die Untere Firstalm.

Obere Firstalm mit Bodenschneid im Hintergrund

Obere Firstalm mit Bodenschneid im Hintergrund

Die Anfahrt mit dem Auto erfolgt von der A8 (Salzburger Autobahn) kommend, über die Abfahrten Weyarn oder Irschenberg nach Miesbach und dann weiter auf der B307 nach Hausham, Schliersee und Neuhaus. Kurz hinter Neuhaus geht es rechts auf die Spitzingstraße und dann nach oben auf den Sattel. Dort befindet sich auf der gegenüberliegenden Straßenseite der kostenpflichtige Wanderparkplatz. Wer mit öffentlichen Verkehrsmitteln anreisen möchte, nimmt von München oder Holzkirchen her die Bayerische Oberlandbahn und steigt in Schliersee oder Neuhaus in den Bus zum Spitzingsee um. Der Bus hält direkt am Sattel.

Wer mit dem Auto anreist, sollte nicht zu spät ankommen, im Sommer ist der Wanderparkplatz am Spitzingsattel schnell mal belegt.

Vom Parkplatz aus wechseln wir erst mal auf die andere Straßenseite und nehmen dort den etwas weiter oben beginnenden Trautweinweg, der Richtung Obere Firstalm ausgeschildert ist und als Wanderweg Nr. 637. Falsch wäre es, den etwas weiter unten gelegenen Stümpflingweg zu nehmen - der wird später unser Rückweg sein.

Eine teilweise befestigte Fahrstraße bringt uns nun moderat ansteigend in westlicher Richtung der Oberen Firstalm entgegen. Auf den gut zwei Kilometern bis zur Oberen Firstalm brauchen wir uns keinerlei Gedanken über Abzweigungen machen, es geht immer gradeaus. Am ersten Gebäude rechts finden wir dann Hinweisschilder auf unser Ziel die Bodenschneid. Es geht (bei GPS Wegpunkt B113) nach rechts auf die Wege 627 und 634 über einen Wiesenpfad einen flachen Sattel hinauf. Der Sattel ist die Senke zwischen der Brecherspitz zu unserer Rechten und der Bodenschneid links.

Gut sichtbar vor uns befindet sich am Sattel eine Stange mit gelben Wegweisern. Wir halten uns hier geradeaus und verschwinden auf einem schmalen Pfad ein wenig höher rechts im Wald. Der Weg durch die Waldweide ist mit roten Farbmarkierungen gekennzeichnet und an morastigen Stellen mit Stegen versehen. Ca. 600m nach Verlassen des Sattels erreichen wir unser nächstes Ziel, eine Wegkreuzung mitten im Wald. Hier ( bei Wegpunkt B119) folgen wir nicht weiter der Ausschilderung zur Bodenschneid sondern biegen rechts ab auf den Sommerweg zum Bodenschneidhaus. Der Sommerweg führt am Nordhang abwärts und ist gerne mal feucht und rutschig. Wem das zu gefährlich ist, der kann den direkten und kürzeren Aufstieg zur Bodenschneid nehmen. Siehe weiter unten unter Variationen. Der Sommerweg ist in der Tat ein kleiner Umweg, hat aber den Charme, dass wir die Bodenschneid überschreiten und so von zwei Seiten zu sehen bekommen.

Tegernseeblick vom Gipfel (links der Wallberg)

Tegernseeblick vom Gipfel (links der Wallberg)

Rechts vor uns kommt das tiefer gelegene Bodenschneidhaus in Sicht und links über uns der Gipfel der Bodenschneid. Es geht immer noch abwärts, wir brauchen aber nicht bis zum Bodenschneidhaus abzusteigen. Nach ca. 900m auf dem Sommerweg erreichen wir den hinteren Aufstieg zum Gipfel (bei B124) und biegen links ab. Die verbleibende Gehzeit zum Gipfel ist hier mit 45 Minuten ausgeschildert.

Die letzten 300 Höhenmeter geht es nun steil nach oben und in zahlreichen Kehren dem Gipfel entgegen. Das Bodenschneidhaus haben wir dabei im Rücken. Dann haben wir den Bodenschneidgipfel erreicht mit einer wunderbaren Aussicht auf die umliegenden Berge wie Wallberg, Risserkogel, Schinder, Rotwand, Miesing, Jägerkamp und Brecherspitz, und hinunter zum Tegernsee und Spitzingsee. Wer genau schaut, oder besser ein Fernglas dabei hat, kann hinter der bewaldeten Kuppe der Baumgartenschneid, die Neureuth und die Kreuzbergalm entdecken.

Der Abstieg erfolgt auf der gegenüberliegenden Seite. Wir nehmen den Weg Nr. 634 Richtung Untere Firstalm, der auf oder neben einem Kamm in südöstliche Richtung verläuft. Den ersten Abzweig nach ca. 200m lassen wir links liegen, der würde zum Beginn des Sommerweges hinunter führen. Wir bleiben geradeaus seitlich am Kamm, kommen kurz darauf in den Wald hinein, es geht zunehmend steiler abwärts und wir müssen aufpassen, dass wie nicht an den Baumwurzeln hängenbleiben und stolpern. Links unter uns sehen wir bereits die Obere und die Untere Firstalm liegen.

Das nächste Ziel ist der Suttenstein, eine Aussichtskante über dem Rottachtal, den wir ca. 1200m nach dem Gipfel (B212) erreichen. Für diese Aussicht sollten wir kurz die 20m nach rechts gehen. Dann verlassen wir aber den Weg Nr. 634 und damit den Wald und nehmen den Wiesenpfad, der von hier direkt zur Unteren Firstalm hinunter führt. Die Laufrichtung ist jetzt Nord-Nordost und es sind ca. 600m bis zur Firstalm.

Firstalmen mit Brecherspitz (rechts)

Firstalmen mit Brecherspitz (rechts)

Von der Unteren Firstalm aus ist der Rückweg einfach, wir nehmen die Fahrstraße (Weg Nr. 637) gemäß der Ausschilderung zum Spitzingsee. Dabei sollten wir uns auch einmal umdrehen, von hier aus ist die Bodenschneid sehr schön von unten zu sehen, zusammen mit dem langen Berggrat, auf dem wir heruntergelaufen sind. Nach ca. 2km erreichen wir die Talstation des Kurvenlifts, der zum Skigebiet Spitzing - Stümpfling gehört, und schwenken dort (bei GPS Wegpunkt B226) links in den Stümpflingweg ein, der allerdings kein Weg sondern eine ausgewachsene Straße ist. Ca. 1300m sind es jetzt noch bis zum Parkplatz am Spitzingsattel.

Die Routenlänge dieser Tour beträgt 10km, in der Realität dürften es 11,5km werden. Dabei sind ca. 620 Höhenmeter im Auf- und Abstieg zu bewältigen. Die Gehzeit beträgt gute 4 Stunden. Die Tour ist durchaus anspruchsvoll und auf der Sommerwegetappe nicht ganz ungefährlich, wenn es nass ist. Für Kinder ist sie aber geeignet, Kontakt mit dem Straßenverkehr gibt es nur am Spitzingsattel. Ausschilderungen und Wegmarkierungen sind vorbildlich. Einkehrmöglichkeiten gibt es an den beiden Firstalmen, bei einem kleinen Abstecher zum Bodenschneidhaus, am Spitzingsattel und reichlich im Ort Spitzingsee.

Variationen

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Stand: August 2013