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La Gomera, El Cedro ~ Durch den Wasserstollen in den Lorbeerwald

La Gomera, El Cedro

Durch den Wasserstollen in den Lorbeerwald

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Das Hochtal von El Cedro bedindet sich auf der Nordseite von La Gomera. Hier fangen sich die Passatwolken und geben ihre Feuchtigkeit an die Vegetation ab, so dass sich ein einmaliger Lorbeerwald bilden konnte - ein Teil des Parque Nacional de Garajonay. Das besondere Zuckerl bei dieser Wanderung ist die Durchquerung eines 500m langen Wasserstollens.

Tunneleingang Richtung El Cedro

Tunneleingang Richtung El Cedro

Das El Cedro Tal ist inzwischen auch mit dem Auto erreichbar, wir versuchen es aber zu Fuß aufwärts durch einen Wasserstollen, sofern dieser nicht zu viel Wasser führt. Dann geht es alternativ außen herum über den Berg. Der Einstiegspunkt in unsere Wanderung befindet sich an der Verbindungsstraße der TF-713 nach Hermigua. Die Verbindungsstraße zweigt etwa 5km östlich vom Parkplatz El Contadero am Garajonay von der Straße nach San Sebastian (TF-713) links ab und von dort aus geht es ca. 4.5 Fahrkilometer hinunter Richtung Hermigua. In einer Rechtskurve liegt der Beginn der Wanderung. Von San Sebastian kann auch die TF-711 Richtung Hermigua genommen werden und von unten her auf die Verbindungsstraße links abgebogen werden. Parkmöglichkeiten sind hier leider nicht üppig gesät, ca. 100m unterhalb (Richtung Hermigua) gibt es ein paar Stellplätze auf der gegenüberliegenden Straßenseite.

Der untere Einstieg in den Stollen ist nicht weit. Von der Straße aus erreichen wir nach ca. 60m den Abzweiger zur Caserio del Cedro (C102) mit den Wahlmöglichkeiten "por el monte", also über den Berg nach links oder "por el tunel" durch den Tunnel geradeaus. Wir prüfen zuerst die Tunnelvariante auf Wasserstand. Dazu geht es geradeaus ca. 150m leicht bergauf, über eine Brücke an einem kleinen Wasserfall. Dann kommen wir direkt zum Tunneleingang.

Als Ausrüstung für die Tunneldurchquerung ist unbedingt eine Taschenlampe erforderlich, im Stollen gibt es kein Licht. Und natürlich wasserdichtes Schuhwerk, am besten Gummistiefel, aber wer hat die im Urlaub schon dabei. Dichte Bergstiefel tun es auch. Hier muss jeder für sich entscheiden, ob er in gebückter Haltung 500m durch den nassen Stollen laufen möchte, wohlgemerkt, es geht durch das Wasser, einen trockenen Laufsteg gibt es hier nicht. Wenn der Wasserstand am Eingang bereits höher als die Schuhoberkante liegt, was nach Regenfällen gern mal der Fall ist, sollte man von der Begehung besser absehen und die Variante über den Berg nehmen.

Der Stollen hat eine Länge von ca. 500m, bei nicht mal 2m Höhenunterschied, es geht also eben dahin, bis wir im Tal von El Cedro wieder Tageslicht erblicken.

Sollte der Stollen nicht begehbar sein, laufen wir die 150m zum Abzweiger zurück und biegen dort rechts ab. Ein schmaler Pfad (der später auch unser Rückweg sein wird) führt ordentlich bergauf, dann treffen wir auf eine Fahrstraße, der wir rechts folgen. Nach weiteren 300m geht es wieder rechts, immer der Ausschilderung Caserio de El Cedro nach. Zum Schluss führt ein gestufter Weg mit Holzgeländer hinunter zum oberen Ende des Wasserstollens.

Oberer Stollenausgang

Oberer Stollenausgang

Am Stollenausgang (C106) geht es erst mal über die kleine steinerne Brücke ohne Geländer und dann gleich (C107) rechts durch den Bereich eines Rast- und Erholungsplatzes. An dessen Ende setzt sich der gestufte Weg mit Holzgeländer fort, hinunter ins Bachbett. Den ersten steilen Aufstieg zum Restaurant La Vista nach wenigen Metern ignorieren wir und nehmen den nächsten (C114) über den Campingplatz - so müssen wir oben nicht durchs Restaurant laufen. Durch den Campingplatz geht es aufwärts, am Gaststätteneingang vorbei und hinaus zur geteerten Fahrstraße.

Hier (C117) folgen wir rechts der Straße aufwärts. Sie führt auf ca. 250m erst rechts in einem großen Bogen herum und dann nach links in das Gebiet der Terrassenfelder. In einer weiteren Rechtskurve (bei C125) biegen wir halbrechts nach oben ab, die Straße würde kurz darauf enden. Nach weiteren 100m müssen wir aufpassen um (bei C127, Steinmännchen, weiß-gelbe Markierung) den Rechtsabzweig in einen schmalen Pfad nicht zu verpassen, der uns in den Wald hinein führt.

Im Wald geht es weiter aufwärts mit seitlichen Ausblicken hinunter zur Küste bei Hermigua und auf den Roque de San Pedro. Nach etwas über 600m endet der Waldpfad (bei C138) auf einer Forststraße. Wir gehen 5m auf dem Waldpfad zurück und finden einen scharf links abbiegenden Weg, der uns nach einem weiteren Linksabzweig (C139) zu einer ungeteerten Fahrstraße bringt.

Entgegen anderslautender Markierungen biegen wir hier (bei C140) links auf die Fahrstraße ab und nun geht es locker dahin. Nach wenigen 100 Metern erreichen wir völlig unspektakulär die höchste Stelle dieser Wanderung, danach geht es über 3km beständig leicht abwärts und schattig auf der Straße durch den Lorbeerwald.

Schließlich erreichen wir (bei C222) den Wanderweg, der von El Contadero herunter in den Lorbeerwald führt, schwenken kurz links auf ihn ein, verlassen ihn aber 50m weiter (C223) wieder, um rechts auf der Fahrstraße zu bleiben und nicht in den Barranco de El Cedro abzusteigen.

Flechten an den Bäumen im Nebelwald

Flechten an den Bäumen im Nebelwald

Fast 2km sind es nun bis zu einer Abzweigung (C246) nach El Cedro. Wir halten uns jedoch geradeaus und verlassen die Fahrstraße nach weiteren 300m (bei C303) indem wir in einer scharfen Rechtskurve der Straße, geradeaus in einen Waldweg hinein laufen. Der führt uns steil bergab und trifft schließlich auf den Weg von der Straße zum Tunneleingang. Hier (bei C313) rechts und nach 60m sind wir zurück an unserem Ausgangsort.

Die Routenlänge dieser Tour beträgt 7,3km. Dabei sind ca. 300 Höhenmeter im Auf- und Abstieg zu bewältigen. Die Gehzeit beträgt ca. 2½ Stunden. Bei Umgehung des Tunnels über den Berg verlängert sich die Route um ca. 1,5km und es kommen 200 Höhenmeter und ca. eine ¾ Stunde Gehzeit hinzu. Die Herausforderung dieser Tour ist die Stollendurchquerung, die unbedingt vom Wasserstand und der eigenen Ausrüstung abhängig gemacht werden sollte. Ansonsten ist die Tour einfach zu gehen und die Wege sind - wie alle Wanderwege im Nationalpark Garajonay - vorbildlich ausgeschildert. Einkehrmöglichkeit auf der Strecke gibt es ausschließlich im Restaurant La Vista. Bitte beachten Sie auch die besonderen Hinweise zu La Gomera.

Variationen

Die Fahrt mit dem Auto ins El Cedro Tal empfehle ich - gleichwohl sie möglich ist - ausdrücklich nicht. Das muss in einem Nationalpark einfach nicht sein.

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Stand: April 2011