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La Gomera, Fortaleza ~ Von Chipude auf den Tafelberg

La Gomera, Fortaleza

Von Chipude auf den Tafelberg

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Der Tafelberg Fortaleza ist eine imposante und von weitem gut sichtbare Erhebung im sonnigen Süden von La Gomera und ein bekanntes Wahrzeichen der Insel. Die schroffen Felswände erfordern ein wenig Klettergeschick, die Wanderung an sich ist aber eher kurz und einfach.

Chipude

Chipude

Durch ihre eindruckvolle Form ist die Fortaleza von weitem aus erkennbar. Es handelt sich dabei um einen erkalteten Vulkanschlot, dessen umgebendes weicheres Gestein von der Erosion angetragen wurde. Stehen blieb der harte Vulkaninhalt als heutiger Tafelberg.

Wir beginnen unsere Wanderung in dem kleinen Ort Chipude. Parkplätze gibt es auf dem Hauptplatz und - falls dort nichts mehr frei sein sollte - unterhalb der Kirche hinter der Friedhofsmauer. Am Hauptplatz befinden sich auch die Bushaltestelle und einige Bars zum Einkehren.

Wir verlassen den Dorfplatz von Chipude in ostsüdöstlicher Richtung auf der Hauptstraße (Calle Temocoda) und laufen praktisch schon direkt auf die Fortaleza zu.

Nach 200m (bei GPS Wegpunkt F105) verlassen wir die Straße vor der Bar La Hoya nach links auf einen steingepflasterten Weg, der die Straße abkürzt. Unsere Strecke ist mit "GR 131" Richtung Fortaleza, Igualero und San Sebastian ausgeschildert.

Es geht kurz aufwärts, dann queren wir bei einem Bushäuschen (F106) die Straße um gleich gegenüber den Abwärtsweg zu nehmen, der uns nach wenigen Schritten wieder zur Straße führt. Hier (F107) links und weiter auf der Straße - ganz lässt sie sich leider nicht vermeiden, obwohl wir jede Umgehung ausnützen. Zum Glück ist hier nur wenig Verkehr. Auf der Straße also um die Biegung herum und im Auslauf (F109) wieder links auf einen Weg, der über den Hügel die Straße abkürzt. Bei Erreichen einer geteerten Querstraße (F114) folgen wir dieser nach links aufwärts und gehen nicht zur Hauptstraße hinunter. Wieder haben wir 150m Straße gespart aber dann (bei F117) bleibt uns keine andere Wahl als 400m auf der Straße zu laufen. Gut, eine Möglichkeit gäbe es schon, wir könnten durch den Barranco laufen, den die Straße hier umfährt - aber der Ab- und anschließende Aufstieg lohnen sich nicht.

Aufstieg zur Fortaleza

Aufstieg zur Fortaleza

Nach besagten 400m (bei F125) links und dann immer aufwärts geht es zwischen kleinen Häuschen und Terrassenfeldern hindurch auf einem immer steiniger und schmaler werdenden Weg bis unter die Fortaleza. Am ausgeschilderten Abzweiger der Fortalezastrecke von der Route nach Igualero und San Sebastian (F130) biegen wir rechts ab und beginnen den Anstieg auf den Tafelberg.

Das erste Stück ist noch harmlos aber dann muss wirklich geklettert werden, nicht sehr anspruchsvoll aber schon mit den Händen am Fels. Eine gewisse Klettererfahrung und Schwindelfreiheit sind also erforderlich. Ebenso wie trockenes Wetter - nach Regenphasen ist der Fels rutschig und die Besteigung nicht zu empfehlen.

Auf Höhe der oberen Felskante halten wir uns leicht rechts auf dem Kamm und sobald wir das Plateau erreicht haben (bei F141) geht es rechts weiter zum Gipfelkreuz (das in der Tat ein wenig schief steht). Hier muss jetzt nicht mehr geklettert werden, das Plateau ist eine ebene leicht gewölbte Kuppe, die zum Teil mit niederem Buschwerk bewachsen ist.

Am Gipfelkreuz haben wir eine wunderbare Aussicht hinunter nach Chipude und bei klarem Wetter hinüber nach La Palma.

Ein schmaler Gipfelpfad führt um das ganze Plateau herum. Vom Gipfelkreuz aus halten wir uns dazu leicht links. Der Pfad ist nicht immer leicht zu erkennen oder spaltet sich in mehrere Alternativwege auf - verlaufen kann man sich hier oben allerdings nicht.

Der nächste markante Punkt ist die Vermessungssäule im Südwesten des Tafelbergs. Von hier aus könnte bei klarem Wetter Aussicht auf El Hiero bestehen. Auf dem Weiterweg gibt es dann Einblicke in den Barranco de Erque und hinüber zum Garajonay.

Schließlich treffen wir im Nordosten des Tafelbergs (bei F206) wieder auf unseren Aufstiegsweg, dem wir rechts folgen und auf der selben Strecke hinunter klettern. Unten angekommen wählen wir (bei F217) eine Alternativroute für den Rückweg. Dazu geht es am Wegweiser rechts Richtung San Sebastian und Igualero. Der Weg ist ein steiniger Pfad, der an Ziegenweiden vorbei nahe der Hangkante des Barranco de Erque wieder deutlich aufwärts führt. Nach 600m (F221) treffen wir auf eine Teerstraße, der wir zunächst links nach oben folgen um nach weiteren 100m (F224) scharf links in einen Camino einzubiegen, weg von der Straße.

Hochebene auf dem Tafelberg

Hochebene auf dem Tafelberg

Der Rückweg ist einsam gelegen und führt in einem großen Bogen durch Terrassenfelder zurück Richtung Chipude. Bei einer Weggabelung (bei F230) halten wir uns rechts und erreichen dann die ersten Häuser. (Der große Hund ist zwar laut aber angebunden - meistens!) Am Ende des Wegs (F233) geht es links hinunter zur Straße und dann rechts auf genau der selben Strecke zurück nach Chipude, die wir am Hinweg genommen hatten.

Die Routenlänge dieser Tour beträgt 5,3km. Dabei sind etwas über 300 Höhenmeter im Auf- und Abstieg zu bewältigen. Die Gehzeit beträgt ca. 2 Stunden. Die Tour erfordert beim Aufstieg auf die Fortaleza etwas Klettergeschick sowie Schwindelfreiheit und ist an dieser Stelle nicht ganz ungefährlich. Einkehrmöglichkeiten gibt es auf der Strecke und auf der Fortaleza nicht, jedoch reichlich in Chipude. Bitte beachten Sie auch die besonderen Hinweise zu La Gomera.

Variationen

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Stand: April 2011