Was können GPS-Handgeräte, die zum Wandern geeignet sind? Wo sind die Grenzen?
Und wie schaut Navigation direkt am Gerät aus? Hier einige Antworten darauf,
mit beispielhaften "Screenshots" von drei Garmin Geräten.
Satellitenempfang
- 21 Satelliten des amerikanischen "Global Positioning System" GPS
- Davon müssen mindestens 4 für eine 3D-Ortsbestimmung empfangen werden können. (3 Satelliten bei Verzicht auf die Höhenermittlung)
- Es ist freie Sicht zum Himmel erforderlich, kein Empfang in Gebäuden
- Zu erwartende Genauigkeit:
- bei schlechtem Satellitenempfang: 30m und schlechter
- bei optimalem Satellitenempfang: bestenfalls 4m
- mit EGNOS Korrektursignal und optimalem Satellitenempfang: um 2m
- Zum Wandern, Rad und Boot fahren also alle mal ausreichend
- Problemzonen sind: Schluchten, Bäume, Abschattung durch Gebäude
- In Fahrzeugen ist im Allgemeinen guter Empfang durch die Glasscheiben möglich, so lange die nicht metallisiert sind. In diesem Fall ist eine externe Antenne nötig.
- In Zügen speziell ICEs ist kaum Empfang möglich, in Flugzeugen funktioniert es direkt am Fenster. (Aber immer nachfragen, ob der Betrieb eines GPS gestattet ist. Es gibt keine einheitliche Regelung, die Fluggesellschaften handhaben das unterschiedlich)
GPS-Handgeräte: Garmin emap (links), geko 301 (oben) und Quest
Stromversorgung
Die meisten GPS Handgeräte werden mit AA- (emap) oder AAA-Zellen (Geko) betrieben.
Das können Batterien oder Akkumulatoren sein. Ladefunktion haben die Geräte nicht,
ein eigenes Ladegerät ist erforderlich. Die Betriebszeiten bei vollen Akkus bewegen
sich zwischen 5 und 10 Stunden. Geladene Ersatzakkus sollten bei längeren Wanderungen
immer mit dabei sein. Der Garmin Quest hat einen eingebauten und nicht wechselbaren
Lithium-Ionen-Akku. Die erreichbare Betriebszeit geht beim Quest gegen 20 Stunden.
Dann ist aber eine Steckdose erforderlich.
Basisfunktionen nahezu aller GPS-Handgeräte
- Anzeige der augenblicklichen Position, der Höhe, Bewegungsrichtung, Geschwindigkeit, der zurückgelegten Entfernung und der dafür benötigten Zeit (Tripcomputer)
- Spuraufzeichnung (Track) und Rückführung zum Ausgangspunkt (Trackback)
- Navigation zu einem eingegebenen Punkt (Luftlinie)
- Navigation nach einer eingegebenen Route
- Computeranschluss (Wegpunkt-, Routen- und Trackübertragung)
- WAAS/EGNOS; Auswertung von Korrektursignalen; alle neueren Geräte können das
serienmäßig (nicht jedoch das ältere emap); EGNOS ist Anfang 2006 aber
immer noch im Teststadium
Zusatzfunktionen spezieller GPS-Geräte
- Ladbare elektronische Karten
- Barometrischer Höhenmesser
- Magnetischer Kompass
- Straßennavigation
- Sprachausgabe
- Farbdisplay
- Wasserdichtigkeit
Geräteanzeigen
Quest
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emap
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Geko
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Die Anzeige des Garmin Geko ist hier um 60% vergrößert dargestellt.
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Informationen über den Satellitenempfang: der äußere Kreis stellt den Horizont
dar, der innere 45 Grad über dem Horizont. Dargestellt werden die "sichtbaren"
Satelliten, ihre Position und Signalstärke. Darüber hinaus macht das Gerät eine
Abschätzung der zu erwartenden Genauigkeit. Ein eingeblendetes "D" würde auf
empfangene Korrektursignale (WAAS/EGNOS) hinweisen.
Kartenansicht: Die Ansicht ist zoom- und verschiebbar, die aktuelle Position
wird durch das schwarze Dreieck dargestellt. Die Karte kann in Bewegungsrichtung
oder genordet ausgerichtet werden. Das rechte Gerät hat keine Karte, hier wird
nur der Track (Bewegungsspur) dargestellt.
Tripcomputer: Anzeigen wie Tageskilometer, Durchschnittsgeschwindigkeit
und Reisezeit. Die Auswahl der angezeigten Felder kann bei manchen Geräten
selbst konfiguriert werden.
Menüauswahl und Einstellmöglichkeiten: Der Markierungsbalken wird mit den
Richtungstasten verschoben, die OK-Taste ruft dann die Funktion auf.
Routennavigation: Routen können am Gerät erstellt (was aber sehr umständlich
ist) oder vom PC geladen werden. Nach Aufruf einer Route, führt der Richtungspfeil
von einem Routenwegpunkt zum nächsten. Der Pfeil zeigt die Richtung zum nächsten
Routenwegpunkt in Abhängigkeit von der Bewegungsrichtung. Dazu wird die Entfernung
zum nächsten Punkt eingeblendet. Bei Erreichen eines Routenwegpunkts schwenkt der
Pfeil dann in Richtung des nächsten. Das Gerät kann eine Schätzung der Ankunftszeit
am Ziel vornehmen. Die Route wird auch in der Kartenansicht dargestellt.
Quest
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Bei Geräten mit elektronischer Karte kann nach "Points of Interest" also
Restaurants, Tankstellen, Sehenswürdigkeiten usw. gesucht werden oder nach
Adressangaben.
Quest
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Quest
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Geräte mit Straßennavigation errechnen nach Eingabe eines Zielpunkts automatisch
eine Route zum Ziel und können - wenn von der Route abgewichen wird - selbständig
eine Alternativroute berechnen. Sprachausgabe der Abbiegekommandos erspart den
ständigen Blick auf das Navigationsgerät.
Die hier aufgeführten Eigenschaften einzelner Geräte beruhen auf subjektivem
Eindruck und erheben nicht den Anspruch auf Vollständigkeit und objektiver
Richtigkeit. Ebensowenig stellt diese Seite eine Kaufempfehlung dar.
Markenzeichen: Garmin, emap, Geko, und Quest sind markenrechtliches Eigentum der
Garmin Corporation, USA