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Über die Hörnle ~ Rundtour auf vier Gipfel bei Unterammergau

Über die Hörnle

Rundtour auf vier Gipfel bei Unterammergau

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Die Hörnlegruppe ist die erste deutliche Erhebung aus der Ebene südlich des Ammersees, noch vor den wirklich hohen Bergen im Ammer- und Wettersteingebirge. Dadurch ist das Hörnle ein beliebtes Ausflugsgebiet mit wunderbarer Fernsicht. Wir starten im Talort Unterammergau und überschreiten auf einer Rundtour der Reihe nach den Stierkopf und alle drei Hörnlegipfel.

Hörnlegruppe von Unterammergau gesehen (mit Parkplatz)

Hörnlegruppe von Unterammergau gesehen (mit Parkplatz)

Startpunkt unserer Wanderung ist der (kostenpflichtige) Wanderparkplatz in Kappel unweit der B23 nördlich von Unterammergau.

Mit dem Auto erreichen wir den Parkplatz von München her über die A95, die Garmischer Autobahn. An deren Ende bei Eschenlohe fahren wir geradeaus auf der B2 weiter bis nach Oberau. Am südlichen Ortsausgang von Oberau zweigt dann die B23 nach rechts ab in Richtung Ettal und Oberammergau. Auf der Ettaler Straße geht es steil den Berg hoch und dann immer auf der B23 durch Ettal hindurch, auf einer Umgehung um Oberammergau herum nach Unterammergau. Ca. 500m nach dem Ortsausgang von Unterammergau biegen wir rechts ab auf die Zufahrtsstraße zur Kirche in Kappel. Der kostenpflichtige Parkplatz erstreckt sich entlang der linken Straßenseite und liegt damit direkt unterhalb der Kappelkirche.

Los gehts! Wenn wir die gesamte Länge des Parkplatzes betrachten, dann zweigt in etwa in der Mitte, ungefähr auf Höhe des Parkautomaten, gegenüber eine schmale Teerstraße nach Süden ab. An der Abzweigung befindet sich auch ein Wanderwegweiser nach Osten Richtung Hörnle und Sickermoos. Diesem Wegweiser folgen wir nicht, denn das wird unser Rückweg sein. Wir gehen die schmale Teerstraße nach Süden - direkt rechtwinklig vom Parkplatz weg. Im Blick zurück können wir dabei die Kirche von Kappel auf einer kleinen Anhöhe rechts hinterhalb des Parkplatzes erkennen.

Fast 500m weiter, bei der nächsten Querstraße und vor dem ersten Gebäude von Unterammegau biegen wir (bei GPS Wegpunkt H103) nach links ab. Auch hier steht ein Wegweiser, für uns gilt Weg Nr. 5 Hörnle / Drei Marken, gekennzeichnet in Folge mit einem roten Quadrat. Nach 150m passieren wir die Genovevakapelle, die sich links am Weg zwischen zwei mächtigen alten Bäumen befindet. Nach weiteren 500m (bei Wegpunkt H106) halten wir uns leicht nach rechts und entnehmen der Beschilderung, dass der Weg hier auch die Bezeichnung Ammergauer Wiesmahdweg trägt. Wir folgen dem roten Quadrat und laufen weiterhin auf einer geteerten Fahrstraße, die nun leicht aufwärts führt.

Der nächste Abzweiger kommt nach ca. 620m (bei GPS Wegpunkt H111), wir folgen geradeaus der Ausschilderung Wiesmahdweg und Drei Marken / Hörnle. Nun endet auch die Teerstraße und geht in eine unbefestigte Fahrstraße über, die uns nach wenigen Metern in den Wald und über die Enge Laine führt. Den rechts abzweigenden Wiesmahdweg ignorieren wir und folgen geradeaus dem roten Quadrat. Immer am Bach entlang geht es tiefer in den Wald hinein und zunehmend weiler bergauf. Gute 600m weiter führt uns eine Brücke auf die andere Seite des Bachs. In Folge wird der Weg zunehmend schmaler und wir müssen schließlich den Bach erneut queren, diesmal auf ein paar großen Steinen quer durch das Bachbett. Rote Quadrate weisen uns weiter den Weg immer aufwärts auf einem schmalen Waldsteig. Der mündet (bei GPS Wegpunkt H133) schließlich in eine unbefestigte Fahrstraße, die wir geradeaus überqueren und weiter der Ausschilderung Richtung Dreimarken / Hörnle folgen. Wir befinden uns nun auf einer breiten Forststraße, die ziemlich gerade nach Nordosten verläuft. Links abbiegende Wege ignorieren wir, bis wir ca. 1,2km nach Querung der Fahrstraße (bei Wegpunkt H148) und kurz vor der Waldkreuzung Drei Marken links einen schmalen Pfad finden, auf dem wir mit kurzem Anstieg die Drei Marken abkürzen können. Wer diesen Pfad ohne GPS nicht findet, der läuft einfach die paar Meter weiter bis Drei Marken und biegt dort links Richtung Stierkopf und Hörnle ab.

Hinteres Hörnle

Hinteres Hörnle

Auf jeden Fall befinden wir uns nun auf dem breiten Kamm, der hoch zum Stierkopf führt. Der Weg verläuft größtenteils schattig durch den Wald und ist hier mit Wegnummer 19 markiert. Diese Passage ist steil und schweißtreibend. Dann treten wir aus dem Wald hinaus auf die offene Weidefläche und müssen nun ein wenig nach unserem Weg suchen, der nur ein (stellenweise schwer erkennbarer) Trampelpfad über die Wiese ist. Ca. 100m nach Verlassen des Waldes haben wir (bei Wegpunkt H161) die Wahl, rechts auf den Stierkopf zu steigen, oder ihn links zu umgehen. Das können wir übrigens bei allen folgenden Gipfeln so machen - überschreiten, oder unten umrunden, so können wir durchaus auch mal einen der Gipfel auslassen. Rechts geht es also auf den Stierkopf, einem unscheinbaren Grashügel auf 1535m Seehöhe, der aber erste Fernblicke ermöglicht und die Ansicht auf unser nächstes Ziel direkt nördlich vor uns, das Hintere Hörnle.

Im sanften Abstieg vom Stierkopf auf der anderen Seite erkennen wir links wieder den Umgehungsweg, der weiter auch links um das Hintere Hörnle herumführt. Und ein paar Meter weiter gibt es einen weiteren Abzweig, der das Hintere Hörnle rechts umgeht. Beide Male laufen wir geradeaus weiter, queren im Anstieg noch einen kurzen Waldzipfel und stehen dann schnell am Gipfelkreuz des Hinteren Hörnle. Das höchste der drei Hörnle liegt auf 1548m Seehöhe und bietet einen phantastischen Ausblick. Direkt vor uns sehen wir links oberhalb der Hörnlealm das Mittlere Hörnle und rechts hinterhalb das Vordere Hörnle. Hier oben erkennen wir auch sehr schön, wie die Hörnlegruppe den Alpen vorgelagert ist und sich getrennt durch das Ammergauer Tal weit ins Flachland hinaus schiebt. Der Fernblick reicht auf Bergseite vom Karwendel über das Wettersteingebirge bis zu den Lechtaler Alpen im Südwesten und in die Ebene hinaus zum Hohen Peißenberg, Ammersee, Starnberger und Staffelsee und bei guten Sichtbedingungen bis nach München. Die umgebenden Talorte sind Unterammergau im Südwesten, Saulgrub und Bad Kohlgrub im Norden und Murnau Richtung Ostnordost zwischen Staffelsee und dem Murnauer Moos.

Den weiteren Weg sehen wir bereits vor uns. Richtung Westen steigen wir ab und laufen auf dem breiten Wanderweg dann vor zur Hörnlealm. Auf Höhe der Alm (bei H219) wenden wir uns links zur Alm, um dort rechts und dann links auf den Steig zum Mittleren Hörnle zu gelangen. Alternativ ließe sich der Berg auch geradeaus umgehen.

Oben am Mittleren Hörnle laufen wir geradeaus am Gipfelkreuz vorbei, den Hang auf der anderen Seite hinunter zum breiten Hauptwanderweg und vis-a-vis geradeaus an einem Rastplatz vorbei hinauf auf das Vordere Hörnle. Hier ist die Aussicht hinaus in die Ebene leider durch die Bäume sehr eingeschränkt, wir sehen aber bereits unser nächstes Ziel, die Hörnlehütte mit der benachbarten Bergstation des Sessellifts, der von Bad Kohlgrub herauf kommt. Der Abstieg liegt auch klar vor uns und in wenigen Minuten sind wir an der Hörnlehütte.

Neben einer Einkehr sollten wir auch kurz rechts neben der Hütte auf den kleinen Aussichtshügel steigen. Von hier aus können wir weit nach Nordwesten hinaus schauen.

Von der Hörnlehütte kommend umrunden wir zum Abstieg die Hütte rechts herum und biegen dann kurz dahinter (bei GPS Wegpunkt H305) links in den Wald hinunter ab. Dabei folgen wir den Ausschilderungen Aible-Alm Kappel Unterammergau und der Wegnummer 18C. Auch blaue Dreiecke und rot-weiß-rote Markierungen finden sich am Wegesrand. Es geht steil abwärts durch dichten Nadelwald, dann auf schmalem Pfad über die Wiese zu einem breiteren Wanderweg, den wir zweimal links über die Wiese abkürzen können und der sich dann zu einer breiten Fahrstraße auswächst. Nach einer großen Kurve weit nach Nordwesten treffen wir schließlich (bei Wegpunkt H349) auf den Ammergauer Wiesmahdweg, dem wir links folgen.

Hörnlehütte und Bergstation des Sessellifts (rechts)

Hörnlehütte und Bergstation des Sessellifts (rechts)

Über zwei Holzbrücken queren wir zweimal den Bach, dann geht es (bei H358) auf dem Wiesmahdweg nach links von der Straße weg auf einen schmalen Wanderweg, der über eine neue Eisenbrücke ein drittes Mal über den Bach führt. Gute 200m weiter (bei GPS Wegpunkt H363) mündet der Weg in eine quer verlaufende Straße, die uns nach rechts, unterhalb der Kappelkirche vorbei, zum Parkplatz zurück bringt.

Die Routenlänge dieser Tour beträgt 12,2km, in der Realität dürften es über 13 Kilometer werden. Dabei sind ca. 825 Höhenmeter im Auf- und Abstieg zu bewältigen. Die Gehzeit beträgt gute 5 Stunden. Die Tour ist anstrengend aber ungefährlich und nicht schwierig zu gehen. Diese Wanderung ist für Kinder durchaus geeignet, Kontakt mit dem Straßenverkehr gibt es keinen. Kinderwägen können allerdings nicht mitgenommen werden und für Fahrradfahrer ist die Tour nicht geeignet. Die Ausschilderung ist sehr gut, es gibt sehr viele Wegweiser und Markierungen. Als Einkehrmöglichkeiten direkt an der Strecke bieten sich die Hörnlealm und die Hörnlehütte an.

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Stand: Juli 2014