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Die Kampenwand ~ Bergwanderung von Hohenaschau über die Steinlingalm

Die Kampenwand

Bergwanderung von Hohenaschau über die Steinlingalm

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Die zackige Felsformation der Kampenwand ist eine der eindrucksvollsten und berühmtesten Panoramaansichten im Chiemgau. Diese Wanderung führt vom Talort Hohenaschau aus auf die Steinlingalm unterhalb der Kampenwand. Geübte Kletterer ersteigen von hier aus in einer dreiviertel Stunde den Gipfel.

Die Kampenwand von Nordwesten her gesehen

Die Kampenwand von Nordwesten her gesehen

Um es gleich vorwegzuschicken, Bergeinsamkeit bietet diese Wandertour nicht, dafür ist die Kampenwand einfach zu prominent. Der Aufstieg bis zu den Almen ist noch vergleichsweise ruhig, aber oben treffen Bergwanderer, Mountainbiker, Kletterer und Seilbahntouristen zusammen. Wer die Möglichkeit hat, vermeidet die Wochenenden und wählt lieber einen Werktag. Belohnt wird der Wanderer jedoch durch eine grandiose Aussicht auf die umliegenden Berge, hinaus ins Voralpenland und auf den Chiemsee.

Die Anfahrt führt von München her auf der A8 bis zur Ausfahrt Frasdorf. Von hier geht es südlich über Aschau nach Hohenaschau und dort, immer der Ausschilderung zur Kampenwandbahn folgend, auf den (kostenpflichtigen) Parkplatz der Seilbahntalstation.

Den Parkplatz verlassen wir am hinteren Ende durch einen der Durchgänge zur Straße "Am Hofbichl". Hier geht es rechts, vorbei am Cramer-Klett-Denkmal und hinaus aus dem Ort. Der Wanderweg ist hier rot-weiß-rot markiert und ausgeschildert mit Nr. 22, Gori-, Schechtenberg-, Steinlingalm, Kampenwand. Bei einem Blick zurück sieht man das Schloss Hohenaschau oberhalb des Dorfes auf einer Anhöhe.

Dann kommen wir in den Wald hinein und zur ersten großen Wegkreuzung. Hier trennen sich zwei Alternativen auf die Kampenwand. Beide werden sich weiter oben wieder begegnen. Über den linken Weg (20) werden wir beim Abstieg wieder hierher zurückkehren, der Abwechslung wegen wählen wir jetzt den Weg Nr. 22 und gehen nach rechts. Nach 250m verlassen wir den Forstweg (21) und biegen links in einen schmalen Waldweg ein (weiterhin Weg Nr. 22), der uns über eine Holzbrücke über den Fuchsluger Bach und dann in Serpentinen weiter aufwärts führt bis zur nächsten großen Wegkreuzung. Wir treffen wieder auf den Weg 20, dem wir nach rechts folgen. Auch hierher werden wir beim Abstieg zurückkehren, jedoch auf anderem Weg.

Steinlingalm

Steinlingalm

Der 20er Weg führt 100m südwestlich zurück und biegt dann nach links ab. Weitere 700m geht es durch den Wald - immer aufwärts - dann wird eine Skipiste überquert und wenige Minuten später treffen wir wieder auf den Weg Nr. 22, jetzt eine Teerstraße, die rechts bis zur Steinlingalm hochführt.

Wir bleiben beim Aufstieg aber nur ca. 1km lang auf der Teerstraße und zwar bis zum Liftstüberl am Steinlinglift. Hier zweigt der 22er Weg von der Teerstraße links ab und wir folgen. Es geht über eine offenen Weidefläche mit Blick auf den Chiemsee in einem weiten Bogen zur Schlechtenbergalm. Dort queren wir die Fahrstraße und folgen weiter dem Weg Nr. 22, der ein kurzes Stück oberhalb wieder auf die Fahrstraße einmündet. Ab hier bleiben wir auf der Straße, die uns in einigen Bögen zur Steinlingalm führt.

Wanderer haben an der Steinlingalm auf ca. 1445m Höhe ihr Ziel erreicht. Wer schwindelfrei und geübt im Klettern ist, der kann sich an den Gipfelaufstieg wagen. Von der Steinlingalm geht es erst ein gutes Stück steil ein Geröllfeld hinauf und dann sehr eindrucksvoll durch Felseinschnitte hindurch und um Felsblöcke herum zum Gipfelkreuz auf 1664m Höhe. Bei schönem Wetter bietet sich hier eine wunderbare Aussicht nicht nur nach Nordosten auf den Chiemsee sondern auch nach Süden auf die schneebedeckten Gipfel.

Der Rückweg zur Steinlingalm verläuft auf der selben Strecke wie der Aufstieg. Dann folgen wir der Fahrstraße, vorbei an Schlechtenberg- und Gorialm, bis zu dem Punkt an dem wir beim Aufstieg die Teerstraße erstmals erreicht haben und dann noch 250m weiter um die Kurve. Hier geht es links auf einen Waldpfad mit Ausschilderung "Aschau Talstation", der in großen Serpentinen abwärts führt bis dem bereits bekannten Treffpunkt der Wege 20 und 22. Hier rechts weiter Richtung Talstation.

Gipfel der Kampenwand

Gipfel der Kampenwand

Der Aufstieg zur Steinlingalm ist anspruchsvoll aber nicht extrem. Der Gipfelanstieg ist jedoch keine Wanderung mehr sondern eine kleine Klettertour, die sich nur zutrauen sollte, wer wirklich trittsicher und schwindelfrei ist. Die Gesamtlänge der Tour bis zum Gipfel und zurück beträgt etwas über 17km. Der Weg verläuft dabei sehr gleichmäßig auf- bzw. abwärts, flache Abschnitte existieren kaum. So kommen bis zum Gipfel ca. 1050 Höhenmeter zusammen. Wer nur bis zur Steinlingalm geht, spart sich davon 120 Höhenmeter und ca 1,5km Wegstrecke. Die Wanderdauer beträgt ungefähr 2,5 Stunden vom Parkplatz zur Steinlingalm und 2 Stunden zurück. Für den Gipfelanstieg sind noch einmal je eine 3/4 Stunde Hin- und Rückweg einzuplanen, so dass die Tour insgesamt über 6 Stunden geht. Einkehrmöglichkeit gibt es in der Steinling- Schechtenberg- und Gorialm sowie im Liftstüberl.

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Stand: September 2006