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Durch die Leutaschklamm ~ von Mittenwald mit Rückweg über die Ederkanzel

Durch die Leutaschklamm

von Mittenwald mit Rückweg über die Ederkanzel

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Die Leutaschklamm liegt im bayerisch-österreichischen Grenzgebiet nahe Mittenwald. Auf ihren letzten Kilometern drängt sich die Leutascher Ache zwischen der Anhöhe der Ederkanzel und dem Schartenkopf durch die Klamm, um auf deutscher Seite in Mittenwald in die Isar zu münden. Wir besuchen den Wasserfallweg der alten Klamm, durchwandern den neuen Klammsteig bachaufwärts und gelangen über die Ederkanzel zurück nach Mittenwald.

Mittenwalder Klammkiosk

Mittenwalder Klammkiosk

Der Startpunkt unserer Wanderung ist die Kreuzung der für den Autoverkehr gesperrten Straße Am Köberl und der Innsbrucker Straße in Mittenwald. Den Markt Mittenwald erreichen wir mit dem Auto von München her auf der Garmischer Autobahn und deren Verlängerung, der Bundesstraße 2, die als Ortsumgehung um Mittenwald herumführt. Von Innsbruck her kommend, fahren wir über den Zirler Berg nach Seefeld und weiter über Scharnitz nach Mittenwald. In beiden Fällen verlassen wir die B2 südlich von Mittenwald und fahren die Innsbrucker Straße stadteinwärts. Kostenpflichtige Parkplätze finden sich dann auf der rechten Straßenseite vor der Isarbrücke.

Mittenwald hat auch einen Bahnanschluss, so dass das eigene Auto für diese Wanderung nicht erforderlich ist. Vom Mittenwalder Bahnhof sind es nur wenige hundert Meter in süd-südwestlicher Richtung zum Startpunkt unserer Tour an Innsbrucker Straße.

Unser erstes Ziel ist der untere Klammeingang. Dazu laufen wir die Straße Am Köberl in südwestliche Richtung. Auf den ersten Metern begleitet uns dabei der Mühlbach, eine Ausleitung aus der Leutascher Ache, der durch ganz Mittenwald fließt und erst dahinter in die Isar mündet. Der Weg zur Klamm ist gut ausgeschildert und verläuft ganz flach ohne spürbare Steigung. Die Straße biegt nach ca. 100m bereits links über den Bach hinüber ab, wir halten uns aber weiter geradeaus und folgen der Ausschilderung zur Leutaschklamm.

Rechterhand liegt nun der bewaldete Hang und links eine Wiese mit wunderbarem Karwendelpanorama dahinter. Hinter der Wiese, und für uns leider nicht sichtbar, mündet die Leutascher Ache in die Isar und gibt vorher noch Wasser an den Mühlbach ab. Folglich ist der Bach, auf den wir nach der Wiese treffen, die Leutascher Ache und nicht mehr der Mühlbach. Ca. 850m nach Verlassen der Innsbrucker Straße und ohne größeren Anstieg erreichen wir den Kiosk am unteren Eingang in die Leutaschklamm.

Zwei Wege führen von hier aus in die Klamm: Zuerst der Wasserfallweg, der 200m weit direkt auf der Ebene des Bachs in die Schlucht hinein führt und an einem Wasserfall endet. Dieser Steig ist von 09:00 Uhr bis 18:00 Uhr geöffnet, kostet Eintrittsgeld und beginnt hinter dem Kioskhäuschen, an dem auch die Eintrittskarten verkauft werden. Dieser Abstecher ist kurz aber durchaus eindrucksvoll. Hinter dem Eingangssteg befinden wir uns übrigens bereits in Österreich und nach einer halben Stunde sind wir zurück am Kioskhäuschen.

Panoramabrücke oberhalb der Leutaschklamm mit Karwendelblick

Panoramabrücke oberhalb der Leutaschklamm mit Karwendelblick

Der zweite Weg in (und diesmal auch durch) die Klamm ist der Geisterklammweg. Der ist relativ neu und sehr aufwendig mit eisernen Gitterstegen und Treppen hoch über dem Bach angelegt. Der Einstieg in den neuen Klammsteig befindet sich direkt rechts neben dem Kioskhäuschen. Ein schmaler Pfad zweigt hier ab und führt erst mal in einigen Kehren gute 100 Höhenmeter nach oben. Dort treffen wir auf den gesicherten eisernen Steig, der über Treppenstufen wieder leicht abwärts in die Klamm hinein führt.

Nach wenigen Metern stoßen wir (bei GPS-Wegpunkt L226) auf die Panoramabrücke, von der aus wir einen schönen Blick hinunter in die Klamm und hinaus auf das Karwendelmassiv haben. Für unseren weiteren Weg überqueren wir die Brücke jedoch nicht, sondern laufen geradeaus auf der nördlichen Schluchtseite weiter, bis zur Höllbrücke, die wir nach ca 400m (bei Wegpunkt L236) erreichen und nach links überqueren.

Weitere 400m folgen wir dem Geisterklammweg nun auf der südlichen Schluchtseite, dann bringt er uns nach links weg vom Bach und südlich etwas höher zu einer Forststraße, auf die wir (bei Wegpunkt L255) rechts einbiegen. Von hier aus ist es ein guter halber Kilometer bis zum Klammausgang am Parkplatz Leutasch.

Am Kletterwald und dem Leutascher Klammstüberl vorbei, erreichen wir die Teerstraße, der wir (bei L261) nach rechts folgen. Die Klamm haben wir nun hinter uns gelassen und wenden uns unserem nächsten Ziel, der Ederkanzel zu. Dazu folgen wir der Teerstraße ca. 150m, dabei geht es zuerst wieder auf die andere Seite der Leutascher Ache und dann (bei Wegpunkt L264) links einen Bergsteig hinauf, der mit Ederkanzel gekennzeichnet ist. Es folgt der anstrengenste Teil der Route, ca. 150 Höhenmeter hinauf auf die Bergkuppe zum Gasthaus Ederkanzel. Der Steig liegt aber schön im Waldschatten und das Ziel Ederkanzel ist an allen Wegkreuzungen angeschrieben. Der Berggrat mit der Ederkanzel bildet auch wieder die Grenze nach Bayern.

Nach einer Einkehr und dem Genuss der Aussicht gehen wir die paar Meter zurück auf die Nordseite das Gasthauses und nehmen dann (bei L306) rechts den ersten Abstieg in Richtung Mittenwald mit der Wegnummer 872. Jetzt geht es ordentlich abwärts und rechts kommt durch die Bäume bald der Ort Mittenwald in Sicht. Ca. 900m nach Beginn des Abstiegs (bei Wegpunkt L315) haben wir die Wahl nach rechts weiter dem Weg 872 direkt zu folgen oder, wie wir es tun, geradeaus einen kleinen Umweg über die St. Eustachiuskapelle zu nehmen. Dabei bietet sich nochmal ein Blick nach rechts hinunter zum Mittenwalder Klammkiosk, bevor es über St. Eustachiuskapelle und Schützenhaus zurück auf den Weg 872 geht.

Ederkanzel bei Mittenwald

Ederkanzel bei Mittenwald

Der bringt uns hinaus auf die Teerstraße, die wir direkt überqueren und gegenüber über einen Waldpfad gleich noch eine große Schleife der Straße abkürzen. Am Ende des Pfads (bei L329) schwenken wir dann scharf rechts auf die Teerstraße ein und sind nach wenigen Metern zurück an der Innsbrucker Straße in Mittenwald. Hier geht es nach links in Richtung Bahnhof oder nach rechts zum Parkplatz weiter unten an der Innsbrucker Straße.

Die Routenlänge dieser Tour beträgt 6km, in der Realität dürfte es ein Kilometer mehr werden. Dabei sind ca. 360 Höhenmeter im Auf- und Abstieg zu bewältigen. Die Gehzeit beträgt ca. 2,5 Stunden. Die Tour ist recht einfach und für beaufsichtigte Kinder gut geeignet, Kontakt mit dem Straßenverkehr gibt es nur im Ort Mittenwald. Für Kinderwägen, Fahrräder und Hunde ist der Klammsteig nicht geeignet. GPS-Nutzer beachten bitte, dass der Satellitenempfang in der Schlucht nur eingeschränkt möglich ist. Aufgrund der guten Ausschilderungen ist das jedoch kein Problem. Einkehrmöglichkeiten gibt es am Mittenwalder Klammkiosk, dem Leutascher Klammstüberl, der Ederkanzel und sehr zahlreich im Ort Mittenwald.

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Stand: September 2013