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Max Emanuel Kanäle I ~ Radltour entlang barocker Wasserwege

Max Emanuel Kanäle I

Radltour entlang barocker Wasserwege

(ein inoffizieller Beitrag zur Bundes-Gartenschau 2005)

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Etappe 1: Der Nymphenburg-Biedersteiner-Kanal - von Pasing zum Biederstein

GPS-Routen NY1 bis NY4

Startpunkt ist die Abzweigung des Nymphenburger (Pasinger) Kanals aus der Würm mitten in Pasing direkt an der Bodenseestraße. Bei Hausnummer 14a läuft die Würm unter der Bodenseestraße durch. Von der Brücke aus ist die Kanalabzweigung gut zu sehen.

Die Anfahrt zum Startpunkt erfolgt am Besten mit der S-Bahn zum Bahnhof Pasing und dann südlich 200m über die Gleichmannstraße zur Bodenseestraße und auf dieser rechts 200m gen Westen zur Würmbrücke.

Nymphenburger Kanal in Pasing (mit blauer Stange)

Nymphenburger Kanal in Pasing (mit blauer Stange)

Links der Würm führt ein Fuß-Radweg von der Bodenseestraße aus nördlich zur Nepomuk-Kapelle. Kurz dahinter bei der ersten Gelegenheit (GPS-Wegpunkt: n104) queren wir die Würm und auch wenige Meter weiter den Kanal. Wir folgen dem Kanal nach links bis zur Kaflerstraße. Dort links über den Kanal und zurück zur Würm, dann (bei Wegpunkt n108) die Kaflerstraße kreuzen und gegenüber in den Hermann-Hesse-Weg einbiegen. Der Hermann-Hesse-Weg unterquert in einem Tunnel zusammen mit der Würm die Bahnlinie. Am Ende des Tunnels (bei n111) halten wir uns geradeaus neben der Würm bis zur Theodor-Storm-Straße (WP: n112). Hier rechts und sofort in der Kurve (WP: n113) wieder links in den Schirmerweg einbiegen. Nach 180m biegen wir (bei WP: n115) in den Kornbergerweg ein und treffen an dessen Ende wieder auf den Nymphenburger Kanal. Der Weg neben dem Kanal ist nur für Fußgänger freigegeben, wir müssen auf der anderen Seite des Kanals weiter bis zur Oselstraße (n116), in die wir links einbiegen. 250m nördlich (n118) treffen wir wieder auf den Kanal, queren ihn und biegen sofort dahinter rechts in die Marsopstraße ein. Nun haben wir den Autoverkehr erst mal hinter uns gelassen - in Folge geht es 1,2km links am Kanal entlang - weitgehend unbehelligt von Verkehr.

Der Weg entlang des Nymphenburger Kanals endet dann an der Paul-Gerhardt-Allee. Wir überqueren (bei WP: n123) den Kanal und biegen halblinks in die Straße "Am Nymphenbad" ein, der wir bis zur Barmannstraße folgen. Links (n126) unter der Bahnlinie hindurch kommen wir in den Grünzug außerhalb der Nymphenburger Schlossmauer. Wir halten uns (bei n127) erneut links und erreichen wieder den Kanal (n201). Wer einen Abstecher in den Nymphenburger Schlosspark machen möchte, folgt dem Kanal auf dessen linker Seite und kommt durch ein Tor in der Schlossmauer in den Park.

Johannisbrunnwerk am Nymphenburger Schloss

Johannisbrunnwerk am Nymphenburger Schloss

Fahrräder sind im Schlosspark nicht gestattet, deshalb umgehen wir den Park nördlich, halten uns am Kanal (n201) also geradeaus. 850m folgen wir dem Weg immer geradeaus in nord-östlicher Richtung entlang der Schlossmauer bis zur Pagodenburgstraße (n207). Ihr folgen wir rechts zur Amalienburgstraße, auf dieser wieder rechts und sofort bei der ersten Gelegenheit (n211) nochmal rechts weg von der Straße in einen Rad-Fußweg, der süd-östlich zwischen Nymphenburger Park und Botanischem Garten hindurch führt und nach 1km in die Maria-Ward-Straße mündet. Hier (n216) rechts und nach wenigen Metern sind wir im Schlossrondell Nymphenburg.

Wir fahren 80m geradeaus weiter, bis wir rechts ans Wasser kommen. Hier (n217) wird der Nymphenburg-Biedersteiner-Kanal aus den Wasserläufen des Schlossparks ausgeleitet, fließt quer über die Wiese und verschwindet im Gelände der Nymphenburger Porzellanmanufaktur im nord-östlichen Teil des Schlossrondells. In dem Gebäude direkt rechts hinter uns - man sollte das Wasser deutlich rauschen hören - befindet sich das historische Johannisbrunnhaus, ein Pumpwerk, das - mit Kanalwasser angetrieben - die große Fontäne speist. Wenn das Pumpwerk geöffnet ist (zu Zeiten der BUGA2005 gelten erweiterte Öffnungszeiten), kann man durch Fenster und Tür einen Einblick auf die Antriebsmechanik und die 12 Pumpen nehmen.

Natürlich gibt es hier auch Gelegenheit, Schloss und Park Nymphenburg zu besichtigen. Anschließend verlassen wir den Rondellbereich auf der Straße nördlich der Fontäne in Richtung Osten und weiter auf der Nördlichen Auffahrtsallee bis zur Menzinger Straße (n221). Diese queren wir hinüber zur Gaststätte Metzgerwirt und folgen ihr dann nördlich 200m, bis wir den Kanal (bei n222) wieder erreichen. Rechts führen die Kuglmüllerstraße und in ihrer Verlängerung die Canalettostraße auf eine Länge von 1,4km direkt und schnurgerade am linken Ufer des Nymphenburg-Biedersteiner-Kanals entlang nach Gern.

An der Dantestraße (n224) wechseln wir die Kanalseite, behalten die Richtung aber bei. Wir sind jetzt in der Hohenlohestraße, die am Dantebad vorbeiführt und haben mangels Radlweg auf dem ersten Stück mit Autoverkehr zu tun. Ab der Paschstraße (n226) fahren wir aber wieder verkehrsberuhigt. In gerader Richtung (bei n301) unterqueren wir die Dachauer Straße und den Mittleren Ring und befinden uns damit schon im Olympiagelände (Willi-Gebhardt-Ufer).

Nymphenburg-Biedersteiner-Kanal an der Barlachstraße

Nymphenburg-Biedersteiner-Kanal an der Barlachstraße

Der Kanal weitet sich hier zu den Olympiaseen aus (zum Baden aber nicht geeignet), wir halten uns immer am rechten Seeufer (wenn man kanalabwärts schaut), fahren am Fuß des Olympiabergs vorbei und kommen, nachdem wir das ganze Olympiagelände durchquert haben (bei n312) an die Lerchenauer Straße. Der Olympiasee ist wieder zum Kanal geworden, dem wir rechtsseitig über die Lerchenauer Straße hinweg in die Birnauer Straße folgen.

Hier wieder auf den Verkehr achten. Die Birnauer Straße stellt im Sommer 2005 den letzten halben Kilometer zwischen Olympiagelände und dem neu angelegten Petuelpark dar, der nicht radlgerecht ausgebaut ist. Eine Lücke im Münchner Radlnetz, die hoffentlich bald geschlossen wird. Gegen Ende der Birnauer Straße wird der Fußweg zwischen Straße und Kanal für den Radlverkehr freigegeben (bei n313). An der ersten Ampel (n314) dann noch links halten und an der zweiten (n315) die Schleißheimer Straße überqueren und damit gleichzeitig den Kanal. 400m sind es, die wir nun linksseitig des Kanals fahren bis zur Belgradstraße. Über den Kanal hinüber sieht man das Georgenschwaig-Sommerbad und dahinter den Luitpoldpark.

Hier an der Belgradstraße (n317) würde von rechts der Türkenkanal (oder Schwabinger Kanal) in den Nymphenburg-Biedersteiner-Kanal einmünden, hätte man ihn nicht bereits 1811 nach 100 Jahren Bestand wieder zugeschüttet. Die Straßenachse Kurfürsten-/Nordend- und Belgrad-Straße zeigt heute noch den Verlauf des ehemaligen Türkengrabens von der Münchner Residenz zur "Schwaige St. Georg".

Künstlicher Geysir auf einer Kanalinsel am östlichen Petuelpark

Künstlicher Geysir auf einer Kanalinsel am östlichen Petuelpark

Unser weiterer Weg führt durch den neuen Petuelpark, mit dessen Anlage der Nymphenburg-Biedersteiner-Kanal eine deutliche Aufwertung erfahren hat. Vor dem Tunnelbau war der Kanal lediglich ein unscheinbarer Graben neben dem Mittleren Ring - mit Bau des Petueltunnels und der damit verbundenen Anlage des Petuelparks wurde der Kanal mit neu gestaltetem Lauf sehr schön in den Grünzug integriert. Im Petuelpark wählen wir unsere Strecke so, dass wir nicht die reinen Fußwege benützen: nach der Belgradstraße kurz rechts des Kanals, dann nach 120m (bei n318) an der Barlachstraße links über die Brücke, oben auf der begrünten Tunneldecke gleich (n319) wieder rechts und nach 80m (n320) links oben halten Richtung Café. Dabei bleibt der Kanal immer rechts unter uns.

Der Petuelpark endet an der Leopoldstraße (n321) - hier biegt auch der Kanal nach Süden ab. Wir fahren die Leopoldstraße stadteinwärts. Kurz danach unterläuft der Kanal die Leopoldstraße und quert das ehemalige Schwabylon-Gelände hinüber zur Berliner Straße. Mit dem Fahrrad kann man hier nur schwer folgen (Treppen) also bleiben wir auf der Leopoldstraße bis zur Johann-Fichte-Straße (n323). Hier die Leopoldstraße überqueren und die Jonann-Fichte-Straße ostwärts fahren. An der Polizeiinspektion (n324) nicht links in die Berliner Straße einbiegen sondern geradeaus weiter fahren, am Tantris vorbei und hinten am Ungererbad (n235) links bis die Straße endet. Hier sehen wir auch den Kanal wieder, er hat mittlerweile seinen Namen geändert, heißt jetzt "Schwarze Lacke" und fließt hier in das Gelände des Ungererbads.

Wir fahren geradeaus weiter - kurz kanalaufwärts zum Schwabinger See und umrunden den See im Uhrzeigersinn. Dabei kommen wir am Zufluss der Schwarzen Lacke in den Schwabinger See vorbei (n405). Hier rechts weiter am See entlang in östliche Richtung bis wir 120m hinter dem See (bei WP: n407) auf den Parkplatz des Ungererbads treffen. Wir schwenken rechts zum Ungererbad hin und fahren am Eingang des Bads vorbei vor zur Ungererstraße.

Hier endet die erste Etappe. Wer hier die Radtour beenden will, hält sich an der Ungererstraße links und kommt 200m weiter zur U-Bahnhaltestelle Nordfriedhof.

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