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Lanzarote, Montaña de la Cinta ~ Wachposten mit historischem Stellenwert oberhalb von Yaiza

Lanzarote, Montaña de la Cinta

Wachposten mit historischem Stellenwert oberhalb von Yaiza

Ein Beitrag von Gastautor: Michael (Willo) Will

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Unsere Tour startet in Yaiza, dem Vorzeigedorf von Lanzarote und führt vorbei an der alten Wallfahrtskirche Nuestra Senora de los Remedios aus dem 16. Jahrhundert, bis der Aufstieg beginnt.

Blick vom Atalaya Femes auf die Montana de la Cinta

Blick vom Atalaya Femes auf die Montana de la Cinta

Allgemeine Beschreibung

In Yaiza findet man Quartier im schönsten Dorf der Insel Lanzarote. Die Umgehungsstraße hält den Durchgangsverkehr fern und so kann der Urlauber die Ruhe und Beschaulichkeit im Ort genießen. Unsere Tour startet in Yaiza, dem Vorzeigedorf von Lanzarote. Genau im Stile von César Manrique stehen hier strahlend weiße Häuser mit grünen Fensterläden. Vorbei führt die Wanderung an der alten Wallfahrtskirche Nuestra Senora de los Remedios aus dem 16. Jahrhundert, bis der Aufstieg beginnt. Die Montaña de la Cinta ist nicht besonders hoch, thront aber wie ein großer Wachposten oberhalb von Yaiza. In der Geschichte von Lanzarote hat der Berg einen besonderen historischen Stellenwert. Als am 1. September 1730, zwischen 9:00 und 10:00 Uhr abends, der Vulkan Timanfaya ausbrach, kletterte der Pfarrer von Yaiza, Don Andrés Lorenzo Curbelo, auf genau diesen Berg, um zu beobachten, was nur zwei Wegstunden - heutzutage 10 Minuten mit dem Auto - entfernt von Yaiza geschah. Aus diesen ersten Beobachtungen des Pfarrers entstand ein Tagebuch mit wertvollen Notizen über die Ereignisse in den Jahren 1730-1736. Auf den Spuren des Pfarrers von Yaiza werden wir heute den Gipfel besteigen.

Charakter und Sonstiges

Auf dieser einfachen Wanderung erwarten uns einige teils steile und rutschige Passagen. Die Orientierung ist immer eindeutig. Untergrund: 20 % Asphaltstraße, 40 % Schotterwege und zu 40 % Pfade. Ausrüstungsempfehlung: Der finale Aufstieg ist rutschig und steil. An dieser Stelle sind Wanderstöcke hilfreich. Einkehr: Die Tapasbar Bar Stop ist eine Kulteinrichtung an der Durchgangsstraße von Yaiza und ein Muss für jeden Urlauber. Eine typische Bar aus längst vergangenen Zeiten, wo noch keine Touristen die Insel besiedelten. Sehr preiswerte Tapas, gute Auswahl, schnelle und freundliche Bedienung. | € | Ruhetag Sonntag | Öffnungszeiten 11:00-23:00 | Diese Wanderung kann zu jeder Jahreszeit unternommen werden. Tipp: An der Strecke liegt die besonders sehenswerte Wallfahrtskirche Nuestra Senora de los Remedios aus dem 16. Jahrhundert in maurischer Architektur errichtet. Die Kirche hat zwei ungleiche Schiffe und zwei Seitenkapellen und einen kleinen Glockenturm. Besonders sehenswert sind die Holzdecke im Mudejarstil und die Madonnenstatue des Hauptaltars. Alljährlich am 8. September wird die Madonnenfigur in einer Prozession durch den Ort getragen.

Gipfelanstieg

Gipfelanstieg

Start

Mit den Buslinien 06 und 60 geht es von Arrecife nach Yaiza. Mit dem Pkw beträgt die Strecke auf der LZ-1 23 km. Geokoordinaten für ein Garmin Nüvi: N29 57.035 W13 45.897; Garmin Navigon: 29.950583 -13.76495.

Wegpunkte

Von der (01) Bushaltestelle in Yaiza (164 m) gehen wir auf der Hauptstraße Richtung Playa Blanca. Hinter der links von uns liegenden Wallfahrtskirche Nuestra Senora de los Remedios geht es links in die Avenue Del Rubicón, leicht bergauf, bis zum nächsten Kreisverkehr, wo wir gleich in die 1. Ausfahrt - noch vor der Treppe - nach rechts abbiegen oberhalb der letzten Häuser von Yaiza wandern.

Wer mit dem Pkw anreist, fährt durch den Kreisverkehr hindurch und findet gleich links eine gute (02) Parkmöglichkeit (184 m). Zwischen dem Kreisverkehr und der Treppe gehen wir links in die Calle Párroco Andrés Curbelo, oberhalb der letzten Häuser von Yaiza. Diese geht schon bald in eine Schotterpiste über. Die Schotterstraße macht eine Rechtskurve und wir gehen an dieser Stelle halb links einen kleinen Abhang (4-5 m) bergauf, um auf einer Schotterpiste weiter ortsauswärts zu gehen.

Dreht man sich um, dann hat man bereits an dieser Stelle einen schönen (03) Blick auf den Ort Yaiza (181 m) mit den Feuerbergen im Hintergrund. 1974 wurde das Timanfaya Gebiet zum Nationalpark erklärt. Die Vulkane innerhalb des Parks tragen die Bezeichnung Montanas del Fuego – Feuerberge -. Das gewaltige Lavameer und Aschemeer mit schwarzroten Grautönen hat im Trockenklima vielfältigste Formen bewahrt. Zu unserem weiteren Weg: Durch eine lang gezogene Linkskehre geht es nun steil bergauf. Angekommen auf einem Bergkamm, von links kommt ein weiterer Schotterweg dazu, gehen wir scharf rechts - nun über dem Bergkamm - direkt Richtung Vulkangipfel.

Gipfel Montana de la Cinta

Gipfel Montana de la Cinta

Nach 400 m treffen wir auf einen (04) Abzweiger nach rechts (309 m), wo wir auf dem Rückweg absteigen werden. Wir gehen aber erst einmal geradeaus weiter. Der Pfad wird nun sehr steil und in spitzen Kehren geht es über rutschiges und gerölliges Gestein erfolgt der Aufstieg. Für diesen Wegabschnitt sind Wanderstöcke hilfreich.

Kurz nach einem kleinen Hochplateau erreichen wir den (05) Gipfel Montaña de la Cinta (439 m). Der Blick ist atemberaubend über die unwirtliche Vulkanlandschaft, bis hin zum Atlantischen Ozean. Auf dem Rückweg gehen wir den gleichen Weg bis zur Weggabelung (04) zurück, um bei einem Steinmännchen - links entlang der Erosionsrinne auf dem kaum erkennbaren Pfad - Richtung Tal zu gehen. Nach 300 m treffen wir auf ein größeres Barranco, an dem wir parallel entlangwandern. Nach weiteren 430 m - bei Kakteen, die am Wegesrand stehen - zweigt rechts ein Pfad auf einer Art Damm ab. Durch eine Linkskurve, gefolgt von einer Rechtskurve, erreichen wir die Schotterpiste, die wir schon auf dem Hinweg gelaufen sind.

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Stand: Februar 2018