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München 1158 ~ in den Grenzen des ersten Mauerrings

München 1158

in den Grenzen des ersten Mauerrings

Ein Beitrag von Gastautorin: Brigitte

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Der Rundgang führt uns innerhalb der Grenzen des ersten Befestigungsringes rund um die Altstadt von München.

Das alte Rathaus am Marienplatz

Das alte Rathaus am Marienplatz

Mehr zur Münchner Stadtgründung 1158 gibts zu lesen bei Ferdinand Kronegg's "Illustrirter" Geschichte der Stadt München.

München um 1158
...das kann man gar nicht so genau beschreiben. Am Petersbergl stand aber wohl damals schon eine Kirche. Wir beginnen deshalb unsere Stadtwanderung am Fuß des Petersbergls, am heutigen Spielzeugmuseum und gehen von dort gleich links zwischen zwei Läden die Treppen hoch zum "Alten Peter". Wir gehen im Uhrzeigersinn halb um die Kirche herum, vorne rechts ist der Aufgang zum Turm. (Wer möchte, kann nach dem Rundgang auf den Turm hinaufsteigen - von der Aussichtsplattform hat man einen wunderschönen Ausblick auf die Stadt und/oder auch die Peterskirche besichtigen. In ihr befindet sich eine Reliquie des Hl.Petrus, ein Zahn.)

Unser Rundgang führt uns entlang des ersten Mauerrings, also an der ersten Stadtbefestigung entlang. Wir gehen deshalb nach dem Turm des Alten Peter an der Straße einige Meter nach links, queren die Straße und biegen zum Rindermarkt ein. Wir nehmen den Gehweg auf der linken Seite, oberhalb der Brunnenanlage mit den bronzenen Rinderfiguren, und laufen direkt auf den "Blauententurm"/Ruffiniturm zu. Der Blauententurm hatte seinen Namen von seiner Bemalung, mit der an einen früher hier stehenden Turm erinnert wurde, der Teil der ersten Stadtmauer war. Der Turm steht hier nicht mehr, die hier stehenden Häuser stammen allesamt aus späterer Zeit. Heute befinden sich darin das Fremdenverkehrsamt der Landeshauptstadt München sowie einige seltene, außergewöhnliche Läden wie das spanische Fruchthaus.

Kaufingerstraße, hier stand früher der Schöne Turm

Kaufingerstraße, hier stand früher der Schöne Turm

Wir folgen dem Straßenverlauf Fürstenfelderstraße - recht wenig spektakulär die Rückseiten von Kaufhäusern und Einkaufspassagen. Zwischen dem Parkhaus und der Rückseite von C&A macht der Weg eine Rechtskurve und führt uns in die Fußgängerzone. Wir gehen direkt auf den "Schönen Turm" zu - dieser steht hier auch nicht mehr, seine Umrisse sind aber im Pflaster stilisiert eingelegt und vor dem Kaufhaus Hirmer weist eine Tafel darauf hin. Der "Schöne Turm" oder das "Kaufinger Tor" schloss bereits um 1300 die Stadt nach Westen hin ab und stand hier über 500 Jahre.

Wir setzen unseren Weg fort über die Augustinerstraße, die im leichten Bogen zur "Liebfrauenkirche", dem Dom, führt. Vor dem Dom ist das Miniaturrelief der Stadt München einen Abstecher wert, wie auch die Besichtigung der Kirche selbst oder auch eine Auffahrt auf den Kirchturm. Wir umgehen den Liebfrauendom entlang der Löwengrube/Schäfflerstraße und queren anschließend die Weinstraße, geradeaus hinein in die neuangelegte Grünanlage hinter dem Rathaus und durchqueren sie. Rechts haben wir einen direkten Blick auf die aus der Fernsehwerbung vielen Menschen bekannte Fassade des Feinkosthauses Dallmayr in der Dienerstraße.

Wir halten uns am Ende der Grünanlage links, queren die Dienerstraße und gehen den Hofgraben hinunter. Am Hofgraben lohnt ein Abstecher in den "Alten Hof".

Alter Hof

Alter Hof

Das Areal des Alten Hofs ist eine der ältesten Ansiedlungen und dürfte seit der Stadtgründung immer besiedelt sein. Weit früher zur Keltenzeit wird hier auch eine Besiedlung vermutet, die aber nicht ununterbrochen bis zur Stadtgründung bestand. Später wurde der "Alte Hof" zur ersten Wittelsbacherresidenz ausgebaut, Herzoghof ab dem 13. Jahrhundert, durch Kaiser Ludwig der Bayer im 14. Jahrhundert zum festen Regierungssitz ausgebaut. Am Hofgraben weiter die Pfisterstraße und in die Sparkassenstraße. Damit haben wir den Alten Hof umrundet. Auf Höhe der Ledererstraße kommen wir in der Sparkassenstraße am "Zerwirkgewölbe" vorbei. Das Zerwirkgewölbe hat seit Beginn des 19. Jahrhunderts seinen Namen vom Zerlegen des bei Hofjagden erlegten Wildes. Das ursprüngliche Gebäude mit dem Gewölbe stammt von 1264 und war Bestandteil des herzoglichen Falkenhauses. Am Spielzeugmuseum endet die kleine Stadtumrundung.

Die Routenlänge dieser Tour beträgt ca. 1,4km, bei kaum vorhandenen Höhenunterschieden. Als Gehzeit sollten ca. 20 Minuten veranschlagt werden. Einkehrmöglichkeiten gibt es in der Innenstadt reichlich. Die Tour ist auch für Kinderwagen geeignet.

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Stand: März 2008