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Die Rotwand ~ Aufstieg vom Spitzingsattel über den Taubenstein

Die Rotwand

Aufstieg vom Spitzingsattel über den Taubenstein

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Die Rotwand ist mit ihren 1884m der höchste Gipfel im Mangfallgebirge und ein äußerst beliebter und viel begangener Ausflugsberg. Dank der Taubensteinbahn kann es im Sommer schon mal eng werden ums Gipfelkreuz und im Rotwandhaus. Wir meiden die Bahn und steigen vom Spitzingsattel her auf.

Spitzingsee vor Rosskopf und Bodenschneid

Spitzingsee vor Rosskopf und Bodenschneid

Die Rotwand ist sehr gut über die Taubensteinbahn erschlossen, was im Sommer zu einem starken Besucherandrang auf der Verbindung Taubenstein - Rotwand, auf dem Rotwandgipfel und am Rotwandhaus führt. Dem können wir uns nicht ganz entziehen, im Aufstieg vom Spitzingsattel über die Schönfeldhütte ist es jedoch wesentlich ruhiger und ebenso beim Abstieg vom Rotwandhaus zum Spitzingsee.

Die Anfahrt zur Tour erfolgt von der A8 (Salzburger Autobahn) kommend, über die Abfahrten Weyarn oder Irschenberg nach Miesbach und dann weiter auf der B307 nach Hausham, Schliersee und Neuhaus. Kurz hinter Neuhaus geht es rechts auf die Spitzingstraße und dann steil nach oben auf den Sattel. Direkt dort befindet sich auf der gegenüberliegenden Straßenseite der kostenpflichtige Wanderparkplatz. Sollte der bereits belegt sein, gibt es weitere Parkmöglichkeiten weiter voraus im Ort Spitzingsee an der Talstation der Taubensteinbahn und an der Kirche.

Das erste Stück der Wanderung ist deckungsgleich mit dem Aufstieg zum Jägerkamp. (In diesem Artikel wird auch die Anfahrt mit öffentlichen Verkehrsmitteln beschrieben und es gibt ein Bild vom Wanderparkplatz am Spitzingsattel.)

Den Parkplatz verlassen wir auf der hinteren Seite Richtung Südsüdost. Unser Weg ist Richtung Rotwand ausgeschildert und rot-weiß-rot markiert. Auf einem schmalen Steig geht es aufwärts auf den Wald zu und dann im Wald insgesamt ca. 200 Höhenmeter hinauf, bis wir auf die offene Weidefläche hinaus treten. Hier nehmen wir bei der Weggabelung (bei GPS Wegpunkt R114) den linken, oberen Pfad in Richtung Schönfeldhütte. Es geht leicht aufwärts mit ersten Ausblicken hinunter auf den Spitzingsee und hinüber zum Stolzenberg, ins Stümpflinggebiet und zur Bodenschneid. So erreichen wir in wenigen Minuten die Schönfeldhütte. Hier geht es (bei R120) rechts und gleich wieder links auf die Fahrstraße - immer den Schildern zur Rotwand nach.

Taubensteingipfel

Taubensteingipfel

Wir folgen der Straße abwärts bis zum Rauhkopflift. Hinter dem Lifthäusl (R125) biegen wir links auf einen unscheinbaren Grasweg ab, der leicht nach oben führt und kurz darauf im Wald verschwindet. Ca. 150m nach dem Rauhkopflift (bei R127) halten wir uns links und steigen einen etwas eingewachsenen schmalen Waldpfad nach oben. 400m weiter treffen wir wieder auf Schilder (bei R130) und biegen links ab. Nach einigen Kehren geht es aus dem Wald hinaus und über die Wiese hinauf auf den Sattel zwischen Rauhkopf und Taubenstein. Hier haben wir geradeaus einen schönen Blick auf das Taubensteinhaus und den Hochmiesing.

Beide sind jedoch nicht unser Ziel, deshalb biegen wir auf dem Sattel (R138) rechts Richtung Taubenstein und Rotwand ab. Es geht hinauf zur Bergstation der Taubensteinbahn und dort (R139) links die Stufen hinauf und dann über einen felsigen Steig auf die andere Hangseite unterhalb des Taubensteingipfels. Wer einen kurzen Abstecher auf den Taubenstein machen möchte, geht (bei R143) links, weiter zur Rotwand geht es aber geradeaus.

Die Verbindung Taubenstein - Rotwand ist eine angenehme Höhenwanderung ohne Schwierigkeiten. Nach ca. 1km überschreiten wir einen Kamm bei einem Weidedrehkreuz und haben nun erstmals Blick auf Rotwandhaus. Wir halten aber nicht darauf zu sondern bleiben (bei R157) links oben am Kamm. Dieser Pfad führt uns nach weiteren 600m und einem zunehmend steiler werdenden Anstieg auf den Gipfel.

Hier haben wir einen wunderbaren Ausblick hinunter aufs Rotwandhaus, auf die Groß- und Kleintiefenthalalmen und die Nachbargipfel Jägerkamp, Aiplspitz, Hochmiesing und Sonnwendjoch.

Unser Rückweg führt zuerst hinunter zum Rotwandhaus und dann über die Alm- und Forststraße hinunter zum Spitzingsee. Mit dem Rücken zum Rotwandhaus halten wir uns (bei Wegpunkt R212) links und folgen der Ausschilderung Spitzingsee Ort. Mit Blick auf das Sonnwendjoch links geht es gemütlich abwärts und nach ca. einem Kilometer tauchen wir in den schattigen Wald ein.

Rotwandhaus mit Sonnwendjoch im Hintergrund

Rotwandhaus mit Sonnwendjoch im Hintergrund

Unten im Tal (bei GPS Wegpunkt R264) sind es dann nur noch wenige Schritte nach rechts in den Ort. Dort queren wir die Straße zum See hinüber und laufen an dessen rechtem Ufer die Seepromenade entlang. Die Straßenbezeichnung ist "Taubensteinbahn" und da führt der Weg auch hin, er mündet (bei R273) links in den Parkplatz der Taubensteinbahn. Die Talstation der Kabinenbahn befindet sich jedoch auf der anderen Straßenseite.

Im Parkplatz halten wir uns links an der Seeseite, finden so nach ca. 100m (bei R274) einen Abgang zum See und können den Spitzingsee weiter umrunden. Nach ca. 500m durchqueren wir ein Holzgatter und befinden uns am nördlichsten Seezipfel. Hier (R278) biegen wir nach rechts ab und müssen noch einmal 40 Höhenmeter aufsteigen bis zum Parkplatz am Spitzingsattel.

Die Routenlänge dieser Tour beträgt fast 15km. Dabei sind ca. 860 Höhenmeter im Aufstieg und Abstieg zu bewältigen. Die Gehzeit beträgt ca. 4 3/4 Stunden. Die Tour ist sehr gut ausgeschildert und für größere Kinder gut geeignet, Kontakt mit dem Straßenverkehr gibt es nur am Spitzingsee und am Sattel. Für Mountainbiker ist der Aufstieg nicht geeignet, wohl aber die Forststraße zum Rotwandhaus, so wie sie hier als Abstieg beschrieben wird. Als Einkehrmöglichkeiten stehen die Schönfeldhütte, die Bergstation der Taubensteinbahn, das Rotwandhaus, zahlreiche Gasthäuser in Spitzingsee Ort und das Brotzeitstüberl am Spitzingsattel zur Verfügung.

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Stand: September 2010