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Der Tegelberg ~ mit königlicher Aussicht auf Schloss Neuschwanstein

Der Tegelberg

mit königlicher Aussicht auf Schloss Neuschwanstein

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Gipsmühle

Gipsmühle

Der Tegelberg ist ein Ausflugsparadies aller erster Güte im Allgäu. Mit Kinderbelustigung (Sommerrodelbahn) im Tal, Seilbahntransport auf 1700m und Startplatz für Drachen- und Gleitschirmflieger. Und das alles in direkter Nachbarschaft von Schloss Neuschwanstein. Bergeinsamkeit wird der Wanderer hier aber nur selten finden.

Schwangau ist von München her auf der A96, der Lindauer Autobahn bis Landsberg und dann weiter südlich auf der B17 über Schongau, Peiting, Steingaden und Halblech zu erreichen. Bereits vor dem Ort Schwangau, mit Blick auf die St. Kolomanskirche, halten wir uns zweimal links, der Ausschilderung zur Tegelbergbahn folgend und parken am Parkplatz der Talstation (kostenpflichtig).

Von der Talstation der Tegelbergbahn aus beginnen wir unseren Weg in südlicher Richtung und folgen den Ausschilderungen "7c Pöllatschlucht, Gipsmühle". Auf den ersten Metern sehen wir das Schloß Neuschwanstein direkt vor uns, nach einem Rechtsschwenk erreichen wir den Pöllatbach, dem wir erst rechts- dann linksseitig aufwärts folgen bis zur Gipsmühle. Hier sind wir schon soweit unter dem Schlossfelsen, dass Neuschwanstein nicht mehr im Blickfeld liegt. Kurz nach der Gipsmühle kommen wir an einen Abzweiger (T109) der uns links in die Pöllatschlucht führt. Hier endet das flache Stück der Wanderung. Durch die Pöllatschlucht geht es steil aufwärts bis hinter Schloss Neuschwanstein.

Blick von der Marienbrücke auf die Pöllat

Blick von der Marienbrücke auf die Pöllat

Für den Fall, dass die Pöllatschlucht gesperrt sein sollte, halten wir uns bei Punkt T109 rechts auf dem König-Ludwig-Weg Richtig Ort Hohenschwangau. Am folgenden Parkplatz bleiben wir links an Hang und gehen nicht rechts in den Ort hinein. Nach wenigen Metern erreichen wir den Touristenaufstieg Richtung Schloss, wo wir uns unter die Schlossbesucher mischen. Unser Ziel ist aber die Marienbrücke (Ausschilderungen beachten) und nicht das Schloss.

Auf der Marienbrücke genießen wir zusammen mit hunderten Touristen den grandiosen Blick auf das Schloss und hinunter in die Schlucht.

Baum über Forggensee

Baum über Forggensee

Auf der anderen Seite der Brücke beginnt der Aufstieg auf den Tegelberg. In steilen Serpentinen geht es hier 450 Höhenmeter nach oben. Zwischendrin immer wieder schöne Ausblicke hinunter auf die Schlösser Neuschwanstein und Hohenschwangau oder hinaus auf Forggen- und Bannwaldsee. Aber Vorsicht! Nicht den Weg verlassen - auf der Schlossseite geht es senkrecht in die Pöllatschlucht hinunter.

Ausschilderungen gibt es hier keine mehr, der Weg ist aber gut mit blauen Punkten markiert. Es gibt aber auch keine Abzweiger, die uns in die falsche Richtung führen könnten, selbst bei Gabelungen führen die Wege weiter oben wieder zusammen. Hier auch bitte nicht durch die GPS-Route irritieren lassen, die führt ziemlich geradeaus nach oben, die Serpentinen in der Realität weichen natürlich links und rechts ordentlich davon ab. Der nächste wichtige Wegpunkt ist der T123 auf 1437m Höhe. Um ihn zu erreichen mussten wir mal kurz die Hände zu Hilfe nehmen um über ein kurzes Felsstück zu kommen. Nun bietet sich eine Links- und eine Rechtsalternative - wir wählen die linke. Hier können wir nun etwas ausschnaufen, denn es geht jetzt erst mal leicht bergab. Wir queren den Hang nordöstlich und kommen so von der Schlossseite wieder nach vorne zur Seilbahn. Der Weg steigt schließlich wieder etwas an, wir unterqueren die Seilbahn, sehen die ersten Gleitschirmflieger aus der Nähe und nach ca. 1,5km und 200 Höhenmetern treten wir bei Punkt T126 aus dem Wald heraus.

Bergstation der Tegelbergbahn

Bergstation der Tegelbergbahn

Drachenstart (über Forggen- und Bannwaldsee)

Drachenstart (über Forggen- und Bannwaldsee)

Ein letzter steiler Anstieg 180m hoch zur Bergstation, dem Tegelberghaus und dem Startplatz der Drachen- und Gleitschirmflieger.

Nach Rast, Genuss der Aussicht ins Tal und hinüber zu Branderschrofen, Hohem Straußberg und Säuling und vielleicht etwas Zusehen beim Gleitschirmstarten, machen wir uns auf den Rückweg. Die ersten 180 Höhenmeter geht es zurück so wie wir gekommen sind. Am T203 halten wir uns aber rechts und folgen nun der gelben Markierung. Bei T204 gibt es eine Alternative links hinunter über die Skiabfahrt. Ich empfehle geradeaus auf dem Weg zu bleiben, der in Serpentinen recht steil hinunterführt zum Rohrkopfhaus.

Direkt vor dem Rohrkopfhaus (T211) halten wir uns links und folgen weiter der gelben Markierung und der Ausschilderung "Talstation".

Ab Rohrkopfhaus befinden wir uns wieder im schattigen Wald. Es geht auf gutem Weg ordentlich bergab, zwischendrin immer mal wieder schöne Ausblicke nach oben zur Bergstation mit den startenden Gleitschirmen oder hinüber zum Schloss Neuschwanstein. Entlang der Sommerrodelbahn kommen wir schließlich zurück zur Talstation und zum Parkplatz.

Sommerrodelbahn

Sommerrodelbahn

Die Gesamttour geht über 12km - durch die vielen Serpentinen ist das deutlich mehr als die GPS-Routen mit 5,4km Aufstieg und 3,6km Abstieg vermuten lassen. Das liegt aber, wie oben schon erwähnt, daran, dass die Routen nicht jeder Kehre folgen sondern eher einen direkten Weg beschreiben. Mehr zu diesem Thema unter "Nachwandern". Die überwundene Höhendifferenz beträgt ca. 900m, als Zeit für den Aufstieg sollten 3 1/4 und für den Abstieg 2 Stunden Gehzeit eingeplant werden.

Der Weg erfordert gutes Schuhwerk, Trittsicherheit, Schwindelfreiheit und soviel Vernunft um von den steilen Abbrüchen wegzubleiben auch wenn dort die schönsten Aussichtsplätze zu sein scheinen. Er belohnt mit grandioser Aussicht in sehr schöner Landschaft, für Rast- und Einkehrmöglichkeiten ist reichlich gesorgt. Bergeinsamkeit bietet diese Tour aber kaum.

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Stand: Mai 2004