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La Gomera, Wasserfall ~ im Barranco de Arure

La Gomera, Wasserfall

im Barranco de Arure

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Der Besuch des Wasserfalls im Barranco de Arure ist eine kurze aber nicht ganz einfache Wanderung. Im oberen Teil geht es recht abenteuerlich durch das recht zugewachsene Bachbett. Für Valle Gran Rey Urlauber ein unbedingtes Muss, das zwar etwas wandertechnisches Geschick aber keine große Ausdauer erfordert.

Barranco de Arure

Barranco de Arure

Der Einstieg in den Barranco de Arure erfolgt von El Guro aus, einem kleinen Örtchen im Valle Gran Rey, von La Calera aus ein Stück die Hauptstraße hoch. "Valle-Urlauber" brauchen jedoch für diese Wanderung kein Auto, wir starten in La Playa an der Casa Maria und versuchen die Hauptstraße soweit möglich zu vermeiden. Wer möchte, kann aber auch mit dem Auto oder mit dem Bus bis El Guro hochfahren und verkürzt die Wanderung damit um ca. 4,5km. In El Guro gibt es zahlreiche Parkplätze direkt rechts an der Hauptstraße.

Wer an der Casa Maria (das ist direkt am Hauptstrand von La Playa) startet, der läuft erst mal westlich die Avenida la Calera (beidseitig Gehsteig) hoch nach La Calera, biegt aber nicht zum Kreisverkehr ab sondern kürzt (bei GPS-Wegpunkt W104) geradeaus durch die Einbahnstraße ab zur Zumeria-Heladeria. Wir vermeiden die Hauptstraße und halten uns auf der Calle El Caidero links am Ort. Links hinaufführende Treppen oder Straßen ignorieren wir jedoch und geraten so (bei W112) leicht rechts auf die Calle Las Orijamas, die uns parallel und etwas oberhalb der Hauptstraße aus dem Ort hinaus bringt. Dann senkt sich die Straße wieder leicht ab und führt in Blickweite der ersten Häuser von El Guro auf die Hauptstraße zu. Bevor sie jedoch in diese einmündet sehen wir links einen stufigen Weg, der den Hang hinauf führt. Der hilft uns, wieder ein Stück Hauptstraße einzusparen. Hier (bei W119) also links, obwohl es keinerlei Ausschilderung gibt.

Die Stufen gehen in einen schmalen Pfad über und nach kaum 200m bei den ersten Häusern in den gepflasterten Camino Piedras Quebradas. Und letzterer führt uns wieder hinunter zur Hauptstraße. Ein paar Schritte sind es um die geparkten Autos herum, dann beginnt ein Gehsteig und nach nicht mal 300m auf der Hauptstraße erreichen wir beim Haus Calle El Guro 254, das obendrein auffällig mit dem deutschen Schriftzug "Wasserfall" gekennzeichnet ist, unseren Linksabzweig zum Aufstieg (W134).

Über Treppenstufen geht es nun auf ca. 150m steil zwischen den Häusern aufwärts und dann (bei W137) rechts und nach weiteren 60m (W139) links und sofort rechts ab. Dieser Abzweig ist mit Pfeilen und dem Schild "Cascada" gekennzeichnet. Ein schmaler Pfad führt uns nun aus El Guro hinaus und dem Barranco zu. Unser Weg ist hier gelb-blau-gelb markiert, schwenkt fast auf Nordrichtung und biegt ca. 250m hinter den letzten Häusern (W144) links nach oben ab, dreht aber gleich wieder in die Ursprungsrichtung. Kurz darauf geht es steil abwärts über einige Felsen hinweg hinab in den Barrancogrund.

Das ist noch nicht der richtige Wasserfall!

Das ist noch nicht der richtige Wasserfall!

Die bisher offene Landschaft wandelt sich nun zu einem Schilfurwald. Wegmarkierungen und Steinmännchen weisen manchmal den Weg, wobei es oft mehrere Pfadalternativen gibt. Beschilderungen sind hier keine mehr vorhanden. Dadurch wird die Wegfindung zugegebenermaßen etwas schwierig, das liegt sicher auch daran, dass der Bach gelegentlich auch mal seinen Lauf ändert und aufgrund unterschiedlich hohen Wasserstands der optimale Weg gar nicht ausgeschildert werden kann. Ein wenig Experimentieren in der Wegfindung ist also nötig, wichtig sind nur zwei Dinge: Zuerst abwärts den Bach erreichen und dann links immer bachaufwärts laufen. Sollten sich dann links oder rechts Alternativen außerhalb des Bachbetts anbieten, können wir die gerne nehmen - es läuft sich doch ein bisserl einfacher als direkt im Bach. Wir steigen immer bachaufwärts und ereichen den Wasserfall nach ungefähr einem Kilometer.

Das Wasser des Barranco, das von Arure herunter kommt, ergießt sich hier in einer zweistufigen Kaskade aus einem engen Felsdach heraus in einen kleinen Teich, der weiter den Bach bildet, durch den wir heraufgewandert sind. Und der uns nach kurzer Rast auf dem selben Weg wieder nach unten führt. Zumindest den einen Kilometer bis zu der Stelle, an der wir den Bach das erstemal erreicht hatten. Hier (bei W319) halten wir uns aber nun links, bleiben am Bach und folgen den Markierungen Richtung Casa de la Seda. Der weg ist gelb-blau oder mit weißen Pfeilen markiert, folgt zuerst dem Bach und löst sich dann von ihm links aufwärts. Dann sehen wir schon die ersten Häuser von El Guro und schwenken (bei W325) links auf den gepflasterten Camino Barranco Los Ancones ein. So erreichen wir in überraschend kurzer Zeit die Hauptstraße in El Guro - allerdings ein gutes Stück weiter oben als beim Aufstieg.

Wer sein Auto in El Guro parkt, läuft von hier nur wenige Schritte die Hauptstraße hinunter.

Wir Wanderer von La Playa machen uns auf zur letzten Etappe hinab zur Casa Maria. Um wiederum die stark befahrene Hauptstraße zu vermeiden wählen wir diesmal einen Weg durch den Flutbereich des Barranco Gran Rey, also der tiefsten Rinne im Valle. So malerisch dieser Weg beginnt, so lange wir uns im Bereich von El Guro unterhalb der Ermita de Los Reyes befinden, so unansehnlich wird er weiter unten. Dort befinden sich Schrott- und Steinlagerplätze des Valle.

In El Guro überqueren wir erst mal die Hauptstraße und nehmen gleich den direkt gegenüber beginnenden gepflasterten Abstieg Calle La Pasadita. Der Weg führt ca. 250m geradeaus in südöstlicher Richtung bis er im Talgrund auf eine ungepflasterte Fahrstraße trifft. Wer einen Abstecher zur Ermita de Los Reyes machen möchte geht kurz geradeaus weiter und steigt am Hang gegenüber ein paar Meter nach oben.

El Guro im Valle Gran Rey

El Guro im Valle Gran Rey

Der direkte Rückweg führt (bei W409) rechts auf die Fahrstraße und dann auf ca. 2km sanft abwärts. Dabei achten wir darauf, dass wir im Bachbereich bleiben und nicht zur parallel laufenden Hauptstraße aufsteigen. Der Weg endet vor der Straße nach Borbalán, die auf einer Brücke vor uns quer über den Flutbereich des Valle führt. Nach rechts (bei W437) können wir über eine Treppe zur Hauptstraße hinaufsteigen und kommen dann direkt am Kreisel gegenüber der Tankstelle heraus.

Nun hinüber zur Tankstelle und am Kreisel rechts, so erreichen wir die Avenida la Calera und laufen das letzte Stück auf dem selben Weg, den wir bereits beim Hinweg benutzt hatten, hinunter zur Casa Maria.

Die Routenlänge dieser Tour beträgt 8km. Dabei sind ca. 380 Höhenmeter in Auf- und Abstieg zu bewältigen. Die Gehzeit beträgt ca. 3½ Stunden. Die Tour ist nicht ganz einfach zu gehen, wir müssen über Felsen klettern und uns im Bachbett unter tiefhängenden Ästen einen trockenen Weg suchen. Das kleine Dschungelabenteuer dürfte Kindern aber gut gefallen. Auch sind die Wege im Bachbett nur schwer zu finden, verlaufen kann man sich hingegen nicht. Nach Regenfällen empfiehlt sich die Tour nicht, dann führt der Barranco zu viel Wasser. Einkehrmöglichkeiten gibt es in La Calera zum Beispiel in der Zumeria-Heladeria und reichlich in La Playa. Bitte beachten Sie auch die besonderen Hinweise zu La Gomera.

Variationen

Vom Wasserfall aus müssen wir aber auf jeden Fall nach El Guro zurück. Eine Möglichkeit zum Weiterwandern im Barranco zum Beispiel nach Arure existiert nicht.

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Stand: April 2011