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La Palma, Torre del Time ~ Aussichtspunkt am Calderarand

La Palma, Torre del Time

Aussichtspunkt am Calderarand

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Der Torre del Time ist ein Feuerwachturm mit Mirador direkt an der Abbruchkante des westlichen Calderarands. Von hier aus hat man einen phantastischen Blick in den Barranco de las Angustias, auf die Höhenkette der Caldera de Taburiente und hinaus ins Aridanetal.

Einer der beiden Bildstücke in El Pinar

Einer der beiden Bildstücke in El Pinar

Um es gleich vorweg zu sagen, der Turm selbst ist eingezäunt und nicht besteigbar, der Platz liegt aber so günstig an der Abbruchkante der Caldera, dass auch vom Mirador unter dem Turm fabelhafte Ausblicke möglich sind. Die Lokation Torre del Time sollte nicht mit dem Mirador del Time verwechselt werden, der sich einige Kilometer südlich an der LP-1 nach der Auffahrt aus der Angustiasschlucht befindet. Die Verwechslung ist naheliegend, da auch die Schautafel am Aussichtspunkt unter dem Torre del Time den Ort als Mirador del Time benennt.

Der Startpunkt dieser Wanderung ist die Ansiedlung El Pinar oberhalb von El Jesus in der Nähe von Tijarafe und etwas schwer zu finden. Wir fahren dazu auf der LP-1 von Los Llanos kommend durch das Angustiastal, am Mirador del Time vorbei und dann nördlich in Richtung Tijarafe. Dabei beobachten wir die Kilometertafeln am Straßenrand, die in unserer Fahrtrichtung rückwärts zählen. Wenige Meter bevor wir die Tafel KM 88 erreichen würden, biegen wir bei einem Hinweisschild "Albergue el Pinar" rechts in eine aufwärtsführende Straße ein. Von hier aus schrauben wir uns auf einer schmalen Teerstraße ca. 4,5km und 400 Höhenmeter hinauf nach El Pinar und parken an einer Straßenkreuzung mit zwei auffälligen Bildstöcken vor der Casa Cruz del Llano.

Hier gibt es auch bereits den ersten Wegweiser zum Torre del Time. Die Wegbezeichnung ist PR LP-10 La Traviesa, die Markierung weiß-gelb. Wir folgen dem Wegweiser auf der Straße nach Süden ca. 50m weit und biegen dann (bei Wegpunkt T102) rechts auf einen Pfad unterhalb der Straße ab. Ca. 350m weiter trifft der Weg wieder auf die Straße, wir gehen kurz rechts und nach wenigen Metern (T108) scharf links auf einen Feldweg, der hinab in ein grünes Tal führt. An einem halb verfallenem Haus mit Zisterne (T112) geht es dann rechts auf einen Pfad, der abwärts in einen Barranco führt und dann in schattigen Kiefernwald. Der Weg steigt wieder an und mündet ca. 1km später in eine ungeteerte Forststraße (T125), der wir rechts leicht abwärts ca. 250m weit folgen, um sie dann in einer Rechtskehre (bei T129) nach links zu verlassen. Wir bleiben im Wald, die Wegmarkierung ist nach wie vor weiß-gelb, bis wir nach einem weiteren Kilometer (bei T142) auf die GR-131, die Ruta de la Cresteria mit weiß-roter Markierung treffen.

Damit haben wir den Calderarand erreicht, die GR-131 ist die Route, die die gesamte Caldera oben auf dem Höhenzug entlang der Abbruchkante umläuft und dann südlich in die Cumbre übergeht und erst am Faro de Fuencaliente endet. Wir steigen links steil aufwärts und finden schnell Gelegenheit erste Blicke über die Steikante hinunter in die Angustiasschlucht zu werfen. Ca. 700m aber fast 150 Höhenmeter sind es nun noch bis zum Torre del Time, den wir schon von weitem vor uns erkennen können.

Westliche Abbruchkante der Caldera de Taburiente

Westliche Abbruchkante der Caldera de Taburiente

Die Aussicht von der direkt an die Kante gebauten Plattform unterhalb des Torre del Time ist eindrucksvoll. Wir sehen direkt hinunter in die Angustiasschlucht und können den Parkplatz erkennen, an dem der Shuttleservice nach Los Brecitos startet (siehe Tour Caldera de Taburiente). Links davon liegt das Innere der Caldera mit den nordöstlichen Begrenzungsbergen dahinter. Rechts davon der Pico Bejenado, die Cumbre Nueva und die Cumbre Vieja im Hintergrund und davor das Aridanetal mit El Paso und Los Llanos und die Westküste mit den Orten Puerto Naos und Tazacorte.

Unser Rückweg beginnt dann auf der Fahrstraße in nördliche Richtung, wobei wir darauf achten, dass der weiß-rot markierte GR-131 in der zweiten Rechtskurve (T210)an einer Schautafel nach rechts oben abbiegt, wir aber auf der Fahrstraße verbleiben. Die Straße steigt ganz leicht an und schlängelt sich durch Weinanpflanzungen auf neu angelegten oder frisch restaurierten Hangterrassen.

Gut 2km nach dem Torre mündet (bei T233) von rechts eine Straße ein, die mit Refugio Tinizara ausgeschildert ist. Wir wählen jedoch die Betonstraße geradeaus abwärts in Richtung El Jesus und kommen nach wenigen Schritten (bei T235) zu einem weiß-grün markiertem Querweg, der die Abwärtsserpentinen der Betonstraße abkürzt. Hier haben wir Wahl zwischen Straße und Weg, der weiß-grün markierte Abkürzer ist aber schön zu gehen und kreuzt die Straße mehrmals.

Sobald der Weg jedoch den Wald verlässt (bei T240) bleiben wir rechts auf der Asphaltstraße, ebenso wie die weiß-grüne Markierung. Lediglich 600m sind es jetzt noch, bis wir wieder zurück am Parkplatz in El Pinar sind.

Terrassenbewirtschaftung in 1200m Höhe

Terrassenbewirtschaftung in 1200m Höhe

Die Routenlänge dieser Tour beträgt 6,6km, die reale Laufstrecke etwas über 7km. Die zu bewältigenden Höhenunterschiede sind ca. 280m im Auf- und Abstieg. Dabei sollte mit einer Gehzeit von annähernd ca. 2 3/4 Stunden gerechnet werden. Die Wege sind zum Großteil sehr gut ausgeschildert und markiert, mit Autoverkehr muss man selbst auf den Fahrstraßen kaum rechnen. Die Tour ist für Fahrräder (Extremmountainbiker mal ausgenommen) und Kinderwägen nicht geeignet. Einkehrmöglichkeiten gibt es auf der gesamten Strecke und in El Pinar nicht - reichlich Wasservorrat und Brotzeit muss selbst mitgebracht werden. Bitte beachten Sie auch die besonderen Hinweise zu La Palma.

Variationen

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Stand: Mai 2009