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La Palma, Volcan de Teneguia ~ und San Antonio: die jungen Vulkane im Süden

La Palma, Volcan de Teneguia

und San Antonio: die jungen Vulkane im Süden

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Die geologisch jüngste Vulkanlandschaft der Insel befindet sich ganz in La Palmas Süden. In der Nähe des Ortes Fuencaliente wandern wir auf die beiden Vulkane Teneguia und San Antonio.

Volcan Teneguia vom San Antonio aus gesehen

Volcan Teneguia vom San Antonio aus gesehen

Der Startpunkt dieser Wanderung ist der (kostenpflichtige) Parkplatz des Besucherzentrums am Vulkan San Antonio. Dazu fahren wir auf der LP-1 südlich nach Los Canarios (= Fuencaliente) und biegen dort nochmal südlich in Richtung der Orte Las Indias und Los Quemados ab. Kurz hinter der Ortsgrenze von Los Canarios geht es dann links ab zum Volcan de San Antonio.

Obwohl in älteren Karten noch eingezeichnet, ist es heute nicht mehr möglich, den Kraterrand des San Antonio komplett zu umrunden. Und ebensowenig kann auf der Ostseite des San Antonio Richtung Teneguia abgestiegen werden - dieser Bereich ist heute für Kameltouren reserviert. So lassen sich die beiden Vulkane leider nicht zu einer schönen Rundwanderung verbinden, so dass wir zuerst zum Teneguia absteigen und uns das einfachere Stück zum San Antonio bis zum Schluss aufheben.

Vom Parkplatz kommend, halten wir uns vor dem Besucherzentrum rechts und steigen in westliche Richtung den Vulkanasche-Weg hinunter. Der Weg ist mit GR-131 in Richtung Faro de Fuencaliente ausgeschildert und weiß-rot markiert. Er ist mit niedrigen Steinmäuerchen eingefasst und bringt uns schnell 130 Höhenmeter tiefer, auf die breite aber ungeteerte Straße, die vom Ort Los Quemados ins Vulkangebiet führt. Wir folgen der weiß-rot-grün markierten Straße (bei Wegpunkt T108) nach links und laufen auf ihr bequem leicht abwärts. Etwas lästig sind die doch zahlreichen Autos auf dieser Strecke. Nach ca. 700m (bei T112) verlassen wir die Fahrstraße bei der ersten Möglichkeit nach rechts auf einen schmalen Abwärtsweg. Dieser Abzweiger ist zwar deutlich sichtbar aber nicht ausgeschildert. Der Weg führt zuerst in spitzem Winkel zurück und entfernt sich dann von der Straße in westliche Richtung auf den Roque Teneguia zu.

Der Roque Teneguia ist eine Felsformation, die sich durch ihre hellere Farbe deutlich vom Dunkelgrau des umgebenden Vulkangesteins abhebt und deshalb weit sichtbar ist. Unser Weg führt uns in einem kleinen Bogen direkt an den Fuß des Roque Teneguia. Der Felsen selbst ist eingezäunt und sollte nicht bestiegen werden.

Gipfelbereich am Volcan Teneguia

Gipfelbereich am Volcan Teneguia

Direkt am Fuß des Roque (T118) biegen wir links auf einen schmalen Pfad ab, der in süd-süd-östliche Richtung den Hang hinauf führt. Auch diese Abzweigung ist weder ausgeschildert noch markiert. Der Pfad leitet uns rechts um den Hang herum und dann wieder abwärts auf eine abgedeckte Wasserleitung zu. Sobald wir die Wasserleitung erreichen (bei T123) laufen wir ca. 80m weit oben auf ihrer Abdeckung, bis zu einem großen, offenen Wasserbehälter. Hier (T125) gibt es einen Abstieg von der Wasserleitung nach rechts auf eine unbefestigte Fahrstraße, die uns am Wasserbehälter vorbei in Richtung Volcan Teneguia führt.

Kurz darauf treffen wir auf eine Straße, die wieder die weiß-rote Markierung trägt. Wir biegen (T129) rechts auf sie ein, kümmern uns aber in Folge nicht um die weiß-rote Markierung und bleiben 130m weiter (bei T131) rechts auf dem Hauptweg.

Damit beginnt nun der Aufstieg auf den Volcan Teneguia, den sich jedoch nur zumuten sollte, wer schwindelfrei und in der Lage ist, eine kurze Kletterpassage zu bewältigen. Speziell bei Wind kann es am Teneguia durchaus gefährlich sein. Zum Aufstieg folgen wir dem ausgetretenen Pfad, der uns links um den Krater herum nach oben und über eine kurze ausgesetzte Stelle auf die gegenüberliegende Anhöhe bringt. Dann geht es über einen schmalen Kamm hinüber zum eigentlichen Gipfel.

Hier können wir nun die Aussicht auf die Südspitze der Insel mit dem Leuchtturm genießen. Der Abstieg vom Teneguia erfolgt dann auf dem selben Weg wie der Aufstieg. Unten gehen wir dann aber nicht zum Roque Teneguia zurück sondern bleiben auf der weiß-rot markierten Fahrstraße, die zuerst nach Nordosten aufwärts führt und dann oberhalb von terrassenförmigen Neuanpflanzungen an einer Schautafel (bei T218) auf eine Querstraße trifft, die links Richtung Fuencaliente führt. Diese Straße bringt uns (bei T227) zum Aufstieg zum Parkplatz, den wir bereits am Hinweg benutzt haben.

Der zweite Teil der Wanderung, die Besteigung des Volcan de San Antonio ist nun vergleichsweise einfach, zumindest was die Höhenanstiege betrifft. Vom Besucherzentrum gehen wir links nach oben zu einer großen Freifläche, auf der Kamele auf Kundschaft für einen Ausritt warten. Dort Richtung Südwesten beginnt der Weg, der am Kraterrand entlang nahezu ebenerdig fast zur Hälfte um den Vulkan herumführt und an einem kleinen Aussichtspunkt endet.

Zwei Dinge sollten - wie bei den anderen Vulkantouren auch - vor Wanderbeginn bedacht werden: Es sollte möglichst wolkenfrei sein, um die Aussicht genießen zu können. Die südlichen Vulkane liegen vergleichsweise tief und gerne mal in den Wolken. Starker Wind kann auf den exponierten Vulkanlagen zu gefährlichen Situationen führen, speziell wenn die lose Vulkanasche auch noch wenig Halt bietet.

Krater des Volcan de San Antonio

Krater des Volcan de San Antonio

Die Routenlänge dieser Tour beträgt 7,4km, die reale Laufstrecke etwas über 8km. Die zu bewältigenden Höhenunterschiede sind ca. 360m im Auf- und Abstieg. Dabei sollte mit einer Gehzeit von annähernd 3 Stunden gerechnet werden. Die Wege sind nur teilweise ausgeschildert und markiert, mit Autoverkehr muss man leider auf Zufahrt zum Teneguia rechnen. Die Tour ist für Fahrräder und Kinderwägen nicht geeignet. Den Aufstieg auf den Volcan Teneguia sollten nur geübte Kletterer wagen. Einkehrmöglichkeiten gibt es auf der Strecke nicht - reichlich Wasservorrat und Brotzeit muss selbst mitgebracht werden. Bitte beachten Sie auch die besonderen Hinweise zu La Palma.

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Stand: Mai 2009